Im Zuchthaus Brandenburg-Görden wurden zwischen 1940 und 1945 durch die NS-Justiz rund 2000 Menschen hingerichtet. Der Gebäudetrakt, in dem sich die Hinrichtungsstätte befand, beherbergt seit 1975 eine Gedenkstätte, aus der 1992 die Dokumentationsstelle Brandenburg hervorgegangen ist. Zu dieser gehört auch die Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasiemorde in Brandenburg/Havel, die an über 9000 durch die dortige Gaskammer ermordeten Personen erinnert. Die Dokumentationsstelle Brandenburg betreut beide Gedenkorte, pflegt und erweitert das Archiv und die Sammlungen und bietet Führungen an.
Führungen
Die Gedenkräume des ehemaligen Zuchthauses Brandenburg-Görden befinden sich im inneren Sicherungsbereich der heutigen Justizvollzugsanstalt. Führungen sind daher nur nach vorheriger und langfristiger (2 Wochen) Terminvereinbarung, meist dienstags, möglich. Ohne Kontaktaufnahme und Terminbestätigung unsererseits kann der Zutritt zum Gedenkraum nicht gewährleistet werden. Wir bitten um Ihr Verständnis!
Ort der Führungen: JVA Brandenburg an der Havel, Anton-Saefkow-Allee 22 14772 Brandenburg/Havel
Die Dokumentationsstelle bietet darüber hinaus nach Anfrage Führungen zum
Thema „Euthanasie“-Morde auf dem Gelände der ehemaligen Tötungsanstalt im
Stadtzentrum von Brandenburg (Nicolaiplatz) an. Die Gedenkstätte und die
dazugehörige Dauerausstellung werden voraussichtlich Anfang 2012 eröffnet.
Ort der Führungen: Open-Air-Dokumentation und "Euthanasie"-Gedenkort, Nicolaiplatz 28, 14770 Brandenburg/Havel
Die Kosten für die Führung liegen für eine Gruppe bis zu 15 Personen bei
insgesamt 15€, für größere Gruppen entstehen Kosten von 25€.
Kontaktperson:
Frau Yvonne Dörschel
E-Mail:
doerschel@stiftung-bg.de
Tel.: 03301-200 200 (Besucherdienst der Gedenkstätte Sachsenhausen)
Fax: 03301-200 201
Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Frau Yvonne Dröschel
Heinrich-Grüber-Platz
16515 Oranienburg
Bahn: Ab Berlin mit der Regionalbahn RE 1 (Fahrzeit ca. 30 Minuten) bis Brandenburg/Havel Hbf., zur JVA Brandenburg: ab Brandenburg Hauptbahnhof mit der Straßenbahn Linie 1 bis Haltestelle Anton-Saefkow-Allee zur Gedenkstätte am Nicolaiplatz: ab Brandenburg Hauptbahnhof mit den Straßenbahnlinien 1, 2 oder 6 bis Haltestelle Nicolaiplatz
Das Zuchthaus Brandenburg 1933 bis 1945
Hinrichtungsstätte
Das
Zuchthaus Brandenburg nach 1945
Mahnen und
Gedenken