Bahnhof Sobibor mit deutschem Bahnpersonal
Foto, 1942/43, Landesarchiv NRW, Münster

 

Transfer von T4-Tötungstechnologie und Personal in die Vernichtungslager der "Aktion Reinhardt"



 

In den Vernichtungslagern Belzec, Sobibor und Treblinka wurden von März 1942 bis Oktober 1943 über 1,6 Mio. Juden ermordet, also mehr als jedes vierte Opfer des Holocaust. Das Massenmord-Programm wurde ab Juni 1942 "Aktion Reinhardt" (in zeitgenössischen Quellen auch: "Reinhard") genannt. Die Opfer stammten mehrheitlich aus dem von Deutschland okkupierten Polen.


Am Aufbau der Vernichtungslager war die T4-Organisation maßgeblich beteiligt. Sie ordnete über 90 T4-Mitarbeiter zur "Aktion Reinhardt" ab. Die im Mordverfahren mit Kohlenmonoxid erfahrenen Männer, das in als Duschräume getarnten Gaskammern angewendet wurde, übernahmen dabei führende Positionen.

 


Weitere Informationen:

Gedenkstätten Brandenburg an der Havel
Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde
Die "T4-Sonderaktion" gegen jüdische Patienten
Transfer von T4-Tötungspersonal zur "Aktion Reinhardt"
Berufsspezifische Studientage
Öffnungszeiten, Führungen, Anfahrt, Publikationen
Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

 

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