Blick in die Ausstellung
Foto: SBG (Friedhelm Hoffmann), 2012





Gedenkort "Anstaltsscheune"
Foto: Dr. Georg Neuhold, 2012





Unterrichtsraum in der Projektwerkstatt
Foto: Dr. Georg Neuhold, 2012

 

Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde



 

Die Tötungsanstalt Brandenburg war eine von sechs Mordstätten der sogenannten "Aktion T4", der ersten, zentral gesteuerten Phase des Krankenmords 1940/41, der über 70.000 psychisch Kranke und Behinderte im Deutschen Reich zum Opfer fielen. Im Mittelpunkt der rund 120 m² umfassenden Dauerausstellung stehen die Bedeutung der Euthanasie-Mordanstalt Brandenburg als Ort einer ersten "Probevergasung" im Januar 1940 sowie als Ort des systematischen Massenmordes an jüdischen Anstaltspatienten, die mehr als zehn Prozent der Opfer ausmachen. Außerdem thematisiert die Ausstellung die direkte Verbindungslinie, die von der Tötungsanstalt in Brandenburg zum Massenmord an den europäischen Jüden führt. Neben dem historischen Kontext bringt die Ausstellung vor allem auch die in der Tötungsanstalt Brandenburg ermordeten Menschen in den Blick. Zum einen wird ein Gedenkbuch mit den Namen von 8.237 identifizierten Opfern präsentiert. Zum anderen werden anhand von Fotos und Dokumenten aus dem Besitz der Familien rund 30 Biografien von Ermordeten nachgezeichnet.

Projektwerkstatt "Robert Havemann"


Im benachbarten Gebäude des "Alten Zuchthauses" nutzt die Stiftung außerdem Räume im Umfang von 300 qm als Archiv sowie für die pädagogische Arbeit. Die bisher in einer Schule untergebrachte "Projektwerkstatt Robert Havemann", die von zwei Gedenkstättenlehren des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport genutzt wird, befindet sich ebenfalls dort.

 


Weitere Informationen:

Gedenkstätten Brandenburg an der Havel
Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde
Die "T4-Sonderaktion" gegen jüdische Patienten
Transfer von T4-Tötungspersonal zur "Aktion Reinhardt"
Berufsspezifische Studientage
Öffnungszeiten, Führungen, Anfahrt, Publikationen
Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten