Die Gedenkstätte befindet sich im ehemaligen Hinrichtungstrakt (SBG, 2007)



Gedenkstätten-Gestaltung von 1975 (SBG, 2007, Foto: Kiessling)

 

Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden



 

Die Dauerausstellung der Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden befindet sich im ehemaligen Direktorenwohnhaus der Gefängnis-Anlage in der Anton-Saefkow-Allee 38 (unweit des Eingangs zur Justizvollzugsanstalt Brandenburg an der Havel).

Die Dauerausstellung "Auf dem Görden" zeigt auf ca. 180 m² die Geschichte der Strafanstalt Brandenburg-Görden im Nationalsozialismus und in der DDR. Einführend thematisiert sie den Reformstrafvollzug der Weimarer Republik. Am Ende wirft die Ausstellung einen Blick auf den Justizvollzug der Gegenwart.

Im Ausstellungsteil zum Nationalsozialismus wird dargestellt, wie sich der Strafvollzug bereitwillig den politischen, rassistischen, antisemitischen und kriminalbiologischen Zielen der Nazis unterordnete.

Während des Zweiten Weltkriegs befand sich im Zuchthaus auf dem Görden eine Hinrichtungsstätte der Justiz, in der über 2.000 Todesurteile vollstreckt wurden.

Der Ausstellungsteil zum DDR-Strafvollzug zeigt, wie das Gefängnis dem SED-Regime auch als Instrument der politischen Unterdrückung diente. Inhaftierung bedeutete für die Gefangenen Entbehrung und Rechtlosigkeit, Schikane und Willkür.

Zur Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden gehört der ehemalige Hinrichtungsort der NS-Justiz. Er befindet sich im Sicherungsbereich der Justizvollzugsanstalt Brandenburg an der Havel. Gruppen können diesen Gedenkort nach vorheriger Anmeldung besichtigen.

 


Weitere Informationen:

Gedenkstätten Brandenburg an der Havel
Das Zuchthaus Brandenburg 1933 bis 1945
Hinrichtungsstätte
Das Zuchthaus Brandenburg nach 1945
Mahnen und Gedenken
Öffnungszeiten, Führungen, Anfahrt, Publikationen
Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten