Ausschreibung für den Franz-Bobzien-Preis 2018 hat begonnen

Bewerbungen können bis Mitte Dezember eingereichtg werden

Für mehr Demokratie und Toleranz: Am 22. April 2018 wird anlässlich des 73. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Sachsenhausen zum fünften Mal der Franz-Bobzien-Preis vergeben. Bis 15. Dezember 2017 können Bewerbungen für den Preis eingereicht werden.

Mit der Auszeichnung wollen die Stadt Oranienburg sowie die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen Projekte in Berlin und Brandenburg würdigen, die in einem besonderen Maße zur Stärkung der Demokratie und zur historisch-politischen Bildung beitragen. Besondere Beachtung erfahren dabei Projekte, denen es gelingt, die historische Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Deutschland und das gegenwärtige Engagement für eine demokratische Gesellschaft miteinander zu verknüpfen.

Bewerben können sich Vereine und Initiativen, Schulen, sonstige Bildungseinrichtungen sowie Einzelpersonen aus Berlin und Brandenburg. Schirmherr des Franz-Bobzien-Preises ist der Ministerpräsident des Landes Brandenburg Dr. Dietmar Woidke. Weitere Partner des Franz-Bobzien-Preises sind der Zentralrat der Juden in Deutschland, die Koordinierungsstelle „Tolerantes Brandenburg/ Bündnis für Brandenburg“ in der Staatskanzlei des Landes Brandenburg, der Berliner Ratschlag für Demokratie, der DGB Bezirk Berlin-Brandenburg, die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen, das Brandenburger Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit sowie der Tagesspiegel und die Potsdamer Neuesten Nachrichten als Medienpartner.

2016 haben sich 32 Vereine und Schulen um den mit 3 000 Euro-dotierten Franz-Bobzien-Preis beworben. Der erste Preis ging an die Kolpingjugend im Diözesanverband Berlin. Mit ihrem Projekt "Gegen das VERGESSEN! generationsübergreifend. ehrenamtlich. beständig" finden seit 20 Jahren Workcamps in der Mahn-und Gedenkstätte Ravensbrück statt, hier engagieren sich Menschen verschiedener Generationen ehrenamtlich und kümmern sich um den Erhalt der Gedenkstätte.

Weitere Informationen finden Sie auf unter www.oranienburg.de.

Zur Person Franz Bobzien:
Franz Bobzien war ein außergewöhnlicher Pädagoge, Lehrer und Politiker. Er leistete Widerstand gegen das NS-Regime und war ab 1938 im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Hier engagierte er sich unter schwierigsten Bedingungen und mit großem Mut vor allem für jugendliche Mitgefangene. Am 28. März 1941 kam er bei Bombenräumungsarbeiten in Berlin ums Leben. Mit der Benennung des Preises nach Franz Bobzien soll sein mutiger und selbstloser Einsatz für die Jugendlichen im KZ gewürdigt werden.

 

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