Kommandant Koch vor dem Eingang der Kommandanturbaracke, 1937 (FSB)

Angehörige der Wachtruppe am Lehnitzsee

„Arbeitsteilige Täterschaft im KZ Sachsenhausen“

Neue Dauerausstellung zu den Tätern der Konzentrationslager-SS wird am 18. Juni eröffnet

Am Sonntag, 18. Juni 2017, um 14 Uhr wird in der Gedenkstätte Sachsenhausen die neue Dauerausstellung „Arbeitsteilige Täterschaft im KZ Sachsenhausen“ eröffnet. Im Mittelpunkt der Ausstellung, die im weitgehend original erhaltenen ehemaligen Haus des KZ-Kommandanten gezeigt wird, stehen die Organisationsstruktur der Lager-SS, ausgewählte Biografien der Täter sowie der juristische Umgang mit ihnen nach 1945. Neben Stiftungsdirektor Prof. Dr. Günter Morsch werden bei der Eröffnungsveranstaltung die brandenburgische Kulturministerin Dr. Martina Münch und der Leiter der zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen, Oberstaatsanwalt Jens Rommel, zu den Anwesenden sprechen. Außerdem wird das Streichquartett Nr. 7 von Dmitri Schostakowitsch erklingen.

In der letzten von insgesamt drei ständigen Ausstellungen zu den Tätern der Konzentrationslager-SS wird am Bespiel von zwei exemplarischen Massenmorden im KZ Sachsenhausen das Zusammenwirken der daran beteiligten SS-Instanzen dargestellt. Gezeigt wird auch das Leben der SS-Männer außerhalb ihres Dienstes. Auf rund 170 m² Ausstellungsfläche werden rund 300 Fotos und 190 Dokumente, Pläne und Zeichnungen sowie zahlreiche Objekte zu sehen sein. Hinzu kommen 28 Medienstationen mit Informationen zu Biografien der SS-Täter und zur juristischen Aufarbeitung nach 1945.


Sonntag, 18. Juni 2017, 14 Uhr
„Arbeitsteilige Täterschaft im KZ-Sachsenhausen“

Eröffnung der Dauerausstellung im ehemaligen Kommandantenhaus, Foyer des Neuen Museums

Begrüßung und Einführung:
Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Grußworte:
Dr. Martina Münch, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg
Jens Rommel, Oberstaatsanwalt, Leiter der zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen

Musik: Streichquartett Nr. 7 fis-moll op. 108 (1960) von Dmitri Schostakowitsch



 

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