Der niederländische Botschafter Wepke Kingma (rechts), die Leiterin der Abteilung für Kultur und Kommunikation der Botschaft, Monique Ruhe, und Stiftungssprecher Dr. Horst Seferens

Der niederländische Botschafter besuchte die Gedenkstätte Sachsenhausen

Traditionelles Gedenken am 4. Mai wird fortgesetzt

Am heutigen Freitag (15. Dezember 2017) besuchte der Botschafter der Niederlande, Wepke Kingma, die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen. Bei einem Rundgang mit Stiftungssprecher Dr. Horst Seferens informierte sich Botschafter Kingma insbesondere über die Geschichte der niederländischen Häftlinge im KZ Sachsenhausen.

Im KZ Sachsenhausen waren zwischen 1940 und 1945 mindestens 3.700 Niederländer inhaftiert, unter ihnen zahlreiche prominente Mitglieder des „Nationaal Comités“ wie der Vorsitzende der Römisch-Katholischen Staatspartei, Tim Verschuur, und der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Arbeitspartei, Koos Vorrink. Am 2. Mai 1942 wurden 71 niederländische Widerstandskämpfer des „Ordedienst“ im Erschießungsgraben des KZ Sachsenhausen exekutiert. Die mit 2.087 Personen größte Gruppe niederländischer Häftlinge kam im September 1944 nach Sachsenhausen, nachdem das KZ Herzogenbusch (Vught) geräumt worden war. Weit mehr als die Hälfte der niederländischen Häftlinge überlebte die deutschen Konzentrationslager nicht.

Seit vielen Jahren richtet die niederländische Botschaft die „Nationale Dodenherdenking“, mit der in den Niederlanden alljährlich am 4. Mai, dem Vorabend des Kriegendes 1945, der Opfer gedacht wird, in der Gedenkstätte Sachsenhausen aus. Diese Tradition soll auch 2018 fortgesetzt werden.

 

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