Die französische Botschafterin Anne-Marie Descôtes und Stiftungsdirektor Prof. Dr. Günter Morsch

Die französische Botschafterin Anne-Marie Descôtes besuchte heute die Gedenkstätte Sachsenhausen

Die französische Botschafterin Anne-Marie Descôtes besuchte am heutigen Freitag (22. Dezember 2017) die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen. Bei einem Rundgang mit Stiftungsdirektor Prof. Dr. Günter Morsch informierte sie sich insbesondere über die Geschichte der französischen Häftlinge im KZ Sachsenhausen. Fragen der europäischen Erinnerungskultur und der weiteren Zusammenarbeit waren Themen eines anschließenden Gesprächs. Dabei hob Morsch die besondere Bedeutung der französischen Überlebenden und ihrer Angehörigen für den Aufbau und die Weiterentwicklung der Gedenkstätte Sachsenhausen hervor.

Insgesamt waren von 1941 bis 1945 mehr als 9.300 Franzosen im KZ Sachsenhausen inhaftiert, von denen mindestens 1.174 das Lager nicht überlebten. Prominente Franzosen im KZ Sachsenhausen waren der vorletzte Ministerpräsident der Dritten Republik, Paul Reynaud (1878-1966), und der Politiker und mehrfache Minister, Yves Delbos (1885-1956). Bis zum Tod von Roger Bordage im August 2017 hatten immer französische Überlebende das Amt des Präsidenten des Internationalen Sachsenhausen Komitees inne.

 

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