
Die Ausstellung im Sonderausstellungsbereich des ehemaligen Zellenbaus erinnert an den 65. Jahrestag der Ermordung des Hitler-Attentäters Georg Elser am 9. April 1945 im KZ Dachau. Die Dokumentarische Ausstellung legt den Schwerpunkt auf die Haftzeit Elsers im Zellenbau des KZ Sachsenhausen. Anfang 1940 kam Georg Elser als "Sonderhäftling" in das KZ-Sachsenhausen. Nach gewonnenem Krieg wollten die Nationalsozialisten ihn in einem Schauprozess verurteilen. Der Grund für Elsers Inhaftierung: Sein Attentatsversuch auf Adolf Hitler im Münchner Bürgerbräukeller am 8. November 1939. Georg Elser war fünf Jahre im Zellenbau des KZ Sachsenhausen in Einzelhaft, ständig bewacht von zwei SS-Männern. Er erhielt "Vergünstigungen" wie eine größere Zelle und bessere Ernährung. Im Frühjahr 1945 brachte die SS ihn ins KZ Dachau, wo sie ihn am 9. April ermordete.
Lange Zeit suchte man nach angeblichen Hintermännern des Attentats. Die Nationalsozialisten verdächtigten zunächst den britischen Geheimdienst; andere hielten eine Anstiftung durch das NS-Regime selbst für möglich. Erst die Entdeckung seiner Vernehmungsprotokolle in den 1960er Jahren belegte seine Einzeltäterschaft. Heute gilt Georg Elser als Symbol für Zivilcourage und als konsequenter Gegner der NS-Diktatur. Im Sonderausstellungsbereich des ehemaligen Zellenbaus werden in unregelmäßigen Abständen einzelne Häftlinge oder Häftlingsgruppen, die im Zellenbau inhaftiert waren, porträtiert.
In Kooperation mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand