Dauerausstellungen

DEZENTRALES MUSEUMSKONZEPT

Die Neugestaltung der Gedenkstätte Sachsenhausen folgt einem dezentralen Gesamtkonzept, das den Besuchern die Geschichte an den authentischen Orten erfahrbar machen soll. Dabei werden die erhaltenen Gebäude und Relikte des Lagers in den Mittelpunkt der Darstellung gerückt und mit einer erklärenden historischen Dokumentation zur Geschichte des Ortes verbunden. 13 dezentrale Dauerausstellungen, von denen derzeit 10 realisiert sind, thematisieren darüber hinaus einzelne Aspekte der Geschichte von Sachsenhausen, die mit dem Ort ihrer Präsentation verknüpft sind.

(Die Nummerierung bezieht sich auf den Lageplan.)

7. Kommandantenhaus

ARBEITSTEILIGE TÄTERSCHAFT. DIE LAGER-SS 1936-1945

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8. Neues Museum

KZ ORANIENBURG 1933/34

In einer ehemaligen Brauerei mitten in der Stadt Oranienburg richtete die örtliche SA am 21. März 1933 das erste Konzentrationslager in Preußen ein. Über 3000 Häftlinge, vor allem politische Gegner der Nationalsozialisten, wurden dort gedemütigt und misshandelt, einige sogar ermordet. Die Ausstellung zeigt anhand von Kunstwerken, Gegenständen, Dokumenten, Filmen und Hörbeispielen den raschen Übergang vom Straßenterror zum staatlich organisierten KZ-System.

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8. Neues Museum

VON DER ERINNERUNG ZUM MONUMENT 1950-1990

Die mit Filmen, Hörbeispielen, Kunstwerken, Plänen und zahlreichen Gegenständen bestückte Ausstellung thematisiert die Geschichte der Gedenkstätte, von den ersten Anfängen des Gedenkens nach 1945 über die Einweihung als Nationale Mahn- und Gedenkstätte 1961 bis zur deutschen Einheit 1989. Sie zeigt die von den Architekten und Gestaltern der DDR vorgenommenen erheblichen Veränderungen des historischen Ortes ebenso wie wichtige Aspekte des politisch instrumentalisierten Antifaschismus.

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10. Turm A

DIE KONZENTRATIONSLAGER-SS 1936-1945: EXZESS- UND DIREKTTÄTER

Im Turm A hatte die "Abteilung III (Schutzhaftlager)" der KZ-Kommandantur ihren Sitz. Deren Angehörige übten die unmittelbare Herrschaftsgewalt über die Häftlinge aus. Ihre Tätigkeit wird in der Ausstellung dargestellt, wobei ausgewählte Exzesstaten und die Tatbeteiligten - von den SS-Blockführern bis zum Reichsführer SS - im Mittelpunkt stehen. Außerdem wird die besondere architektonische Konzeption des KZ Sachsenhausen thematisiert, in der sich der totale Herrschaftsanspruch der SS spiegelte.

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15. Baracke 38

JÜDISCHE HÄFTLINGE IM KZ SACHSENHAUSEN 1936-1945

Die Baracken 38 und 39 gehörten zum "kleinen Lager". Dort pferchte die SS zwischen November 1938 und Oktober 1942 alle jüdischen Häftlinge zusammen. 1992 zerstörte ein antisemitischer Brandanschlag Teile der beiden Baracken. Im neu erbauten "Museum Baracke 38" wird die Geschichte der jüdischen Häftlinge im KZ Sachsenhausen u. a. an exemplarischen Lebensläufen veranschaulicht.

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16. Baracke 39

DER 'ALLTAG' DER HÄFTLINGE IM KZ SACHSENHAUSEN 1936-1945

In der Baracke 39 thematisiert die vorwiegend medial gestaltete Ausstellung das tägliche Erleben der Häftlinge des KZ Sachsenhausen. Zwanzig exemplarisch ausgewählte KZ-Häftlinge berichten über ihre individuellen Erfahrungen, über "Wege nach Sachsenhausen", "die Häftlingsgesellschaft", "Arbeit", "Raum und Zeit", "Gewalt, Sterben und Tod" sowie über das "Leben mit der Erinnerung".

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17. Zellenbau

DER ZELLENBAU DES KZ SACHSENHAUSEN 1936-1945

Das 1936 von KZ-Häftlingen errichtete Gebäude diente als Gestapo- und Lagergefängnis. Es war ein von Geheimnissen umgebener Ort grausamer Misshandlungen und Morde. Im Zellenbau vollstreckte die SS nicht nur die Lagerstrafen, sondern inhaftierte dort auch besonders prominente Häftlinge. Die Dokumentation befindet sich in fünf Zellen im einzigen erhaltenen Trakt der ursprünglich dreiflügeligen Gefängnisanlage.

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22. Häftlingsküche

DAS KONZENTRATIONSLAGER SACHSENHAUSEN 1936-1945. EREIGNISSE UND ENTWICKLUNGEN

Die Ausstellung in der ehemaligen Häftlingsküche beleuchtet zentrale Ereignisse aus der Geschichte des KZ Sachsenhausen, sie veranschaulicht Veränderungen und Kontinuitäten, Phasen und Zäsuren. Im Untergeschoss, dem ehemaligen Kartoffelschälkeller, sind eindrucksvolle Wandmalereien aus der Zeit des Konzentrationslagers und des sowjetischen Speziallagers zu sehen. Ein 20minütiger Film, der in einem separaten Kinoraum gezeigt wird, verknüpft die Geschehnisse im KZ Sachsenhausen mit der allgemeinen historischen Entwicklung zwischen 1933 und 1945.

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24. Lagermauer an der "Station Z"

MORD UND MASSENMORD IM KZ SACHSENHAUSEN 1936-1945

Die Dokumentation informiert sowohl über die Geschichte des Ortes als auch über die verschiedenen Anlagen des Konzentrationslagers zur Ermordung von Menschen. Vor allem werden einzelne Mord- und Massenmordaktionen dargestellt, darunter auch die Erschießung von mehr als 10.000 sowjetischen Kriegsgefangenen im Herbst 1941.

29. Turm E

DIE STADT UND DAS LAGER 1936-1945

An der nördlichen Spitze des Lagerdreiecks befindet sich der Turm E. Hier informiert eine kleine Ausstellung über die vielfältigen Beziehungen zwischen dem KZ Sachsenhausen und der Stadt Oranienburg bzw. der Gemeinde Sachsenhausen.

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31. Museum "Sowjetisches Speziallager"

DAS SOWJETISCHE SPEZIALLAGER Nr. 7 / Nr. 1 IN SACHSENHAUSEN 1945-1950

Im Kernbereich des ehemaligen Konzentrationslagers hielt der sowjetische Geheimdienst in den Jahren 1945 bis 1950 etwa 60.000 Menschen gefangen. Das Museum dokumentiert in einem neu errichteten Ausstellungsgebäude sowie in zwei erhaltenen Originalbaracken die Geschichte des Speziallagers und das Schicksal der Inhaftierten, von denen mindestens 12.000 an Hunger und Krankheiten verstarben.

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34. Krankenrevierbaracken

MEDIZIN UND VERBRECHEN 1936-1945

Die original erhaltenen Baracken R I und R II des Krankenreviers stammen aus der Entstehungszeit des Konzentrationslagers. Die Ausstellung "Medizin und Verbrechen" beleuchtet verschiedene Aspekte des Themas - von der medizinischen Versorgung über medizinische Versuchen mit KZ-Häftlingen bis hin zum Krankenmord. Ein Abschnitt ist den Männern und Frauen gewidmet, die nach dem Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 in das KZ Sachsenhausen verschleppt wurden. Außerdem wird die Rolle des KZ Sachsenhausen als bevorzugter Ort für Besichtigungen durch in- und ausländische Besuchergruppen thematisiert.

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37. T-Gebäude

DIE ZENTRALE DES KZ-TERRORS: DIE INSPEKTION DER KONZENTRATIONSLAGER 1934-1945. EINE AUSSTELLUNG AM HISTORISCHEN ORT

Wenige hundert Meter vor der heutigen Gedenkstätte entfernt, befand sich 1938-1945 die Verwaltungszentrale des gesamten KZ-Systems. Die Schreibtischtäter der "Inspektion" waren maßgeblich an der Planung und Ausführung der Verbrechen beteiligt. Sie bestimmten über die Haftbedingungen, koordinierten die Zwangsarbeit und organisierten den Massenmord. Seit Oktober 2013 informiert eine neue Dauerausstellung in den weitgehen original erhaltenen Räumen der KZ-Inspektion über die Geschichte dieser SS-Behörde.

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