Museum Baracke 38 & 39

Die Baracken 38 und 39 mit den Dauerausstellungen "Jüdische Häftlinge im Konzentrationslager Sachsenhausen" und "Der 'Alltag’ der Häftlinge im Konzentrationslager Sachsenhausen" stellen eine konzeptionelle und gestalterische Einheit dar.

Die beiden "jüdischen Baracken" 38 und 39 waren Teil des im Sommer 1938 errichteten "Kleinen Lagers", der ersten baulichen Erweiterung des KZ Sachsenhausen. Hier waren nach dem Novemberpogrom 1938 bis zu ihrer Deportation in die Vernichtungslager jüdische Häftlinge untergebracht. Bei der Errichtung der "Nationalen Mahn- und Gedenkstätte" 1961 wurden die beiden Baracken als "Museum der Leiden und des Widerstandskampfes des jüdischen Volkes" aus Originalteilen rekonstruiert.

Bei einem antisemitisch motivierten Brandanschlag im September 1992 sind ein Flügel der Baracke 38 zerstört und die übrigen Gebäudeteile beschädigt worden. Anstelle des zerstörten Barackenflügels ist 1996/97 ein Museumsneubau entstanden; die beschädigte Baracke 39 wurde denkmalgerecht saniert, wobei Brandspuren an der Außenwand bewusst konserviert worden sind.