Einweihung der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte 1961





Foto: Volker Kreidler

 

Neue Museum

Von der Erinnerung zum Monument. Die Geschichte der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen 1950-1990

 

Das Neue Museum, ein von der DDR geschaffener Museumsbau wurde 1959/60 auf den Fundamenten der SS-Garagen im ehemaligen Kommandanturbereich errichtet und mit der Einweihung der Gedenkstätte 1961 als „Museum des antifaschistischen Befreiungskampfes der europäischen Völker“ eröffnet.

 

2002, als im Prozess der Neugestaltung der Gedenkstätte die Sanierungsarbeiten des Neuen Museums unter Leitung des Frankfurter Architekturbüros Braun & Voigt abgeschlossen waren, konnte mit der Wiedereröffnung am 9. Juni 2002 im linken Flügel auch der inhaltlich neu gestaltete 600 Quadratmeter große Museumsbereich mit zwei neuen Dauerausstellungen über die Vor- und Nachgeschichte des KZ Sachsenhausen sowie des sowjetischen Speziallagers der Öffentlichkeit übergeben werden. 2012 wurde der für Sonderausstellungen vorgesehene rechte Flügel durch das Büro Dürr Gesellschaft von Architekten saniert und mit einer Klimatisierung ausgestattet. Im hinteren Bereich des Gebäudes entstand ein Besuchercafé.


Seit der Dauerausstellung 2002 wird erstmals auch der Zeitraum zwischen der Einweihung der Gedenkstätte 1961 und dem Ende der DDR-Ära 1990 dokumentiert: dargestellt werden auch die ersten Anfänge des Gedenkens nach 1945 außerhalb des ehemaligen KZ-Bereiches, die Verwahrlosung und Zerstörung dieses Geländes ab 1950 nach der Auflösung des sowjetischen Speziallagers und der Nutzung durch die „Kasernierte Volkspolizei“ und der umstrittene Umgang mit dem Ort des Erinnerns. Als 1953 das ZK der SED den Bau von drei Nationalen Mahn- und Gedenkstätten beschloss, wurde für Sachsenhausen ein Kuratorium, das „Buchenwald-Kollektiv“, eingesetzt, das den Gesamtkomplex des Gedenkstättenareals auf das Lagerdreieck reduzierte, sich für eine planmäßige künstlerische Gestaltung des Gedenkstättengeländes aussprach und den fast völligen Abriss der verbliebenen Originalsubstanz veranlasste.

 

Seit der Dauerausstellung 2002 wird erstmals auch der Zeitraum zwischen der Einweihung der Gedenkstätte 1961 und dem Ende der DDR-Ära 1990 dokumentiert: dargestellt werden auch die ersten Anfänge des Gedenkens nach 1945 außerhalb des ehemaligen KZ-Bereiches, die Verwahrlosung und Zerstörung dieses Geländes ab 1950 nach der Auflösung des sowjetischen Speziallagers und der Nutzung durch die „Kasernierte Volkspolizei“ und der umstrittene Umgang mit dem Ort des Erinnerns. Als 1953 das ZK der SED den Bau von drei Nationalen Mahn- und Gedenkstätten beschloss, wurde für Sachsenhausen ein Kuratorium, das „Buchenwald-Kollektiv“, eingesetzt, das den Gesamtkomplex des Gedenkstättenareals auf das Lagerdreieck reduzierte, sich für eine planmäßige künstlerische Gestaltung des Gedenkstättengeländes aussprach und den fast völligen Abriss der verbliebenen Originalsubstanz veranlasste.

 

Die Präsentation ist in fünf thematische Schwerpunkte gegliedert, die jeweils mit Schlüsselexponaten veranschaulicht werden. Das Hauptexponat und damit ideales Ausstellungsgebäude ist jedoch das Museum selbst, denn es war Teil der DDR-Gestaltungsanlage und museales Kernstück der Gedenkstätte zugleich. Getragen von diesem Aspekt gestaltete der Architekt Stefan Haslbeck mit seinem Team die Ausstellung mittels einer Wandabwicklung, in der Vitrinen vor allem für dreidimensionale Exponate, Filmpräsentationen und Hörbeispiele enthalten sind, um die thematischen Ensembles wirkungsvoll unterzubringen bzw. hervorzuheben. Den jeweiligen Schwerpunkten zugeordnet sind die auf einer großen Betonfläche präsentierten ausdruckstarken großformatigen Exponate, wie z. B. die Bronzeplastik „Stürzender“ und das Entwurfsmodell für die Figurengruppe „Pieta“ an der „Station Z“ und das „Ernst Schneller-Kabinett“, die im Zentrum des Ausstellungsraumes platziert sind und auch den Raumeindruck bestimmen.