Erkenntnisse aus den Verfahren gegen SS-Täter bilden die wichtigste Quelle
für die 1999 eröffnete Dauerausstellung zur Geschichte des Lagergefängnisses
im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen. Fotos, Zeichnungen und Dokumente
sowie Biografien ehemaliger Häftlinge des Zellenbaus informieren über
die Geschichte und Funktion dieses KZ-Bereichs. Bestandteil der Neukonzeption
ist ein zwei Zellen umfassender Bereich für Wechselausstellungen,
die einzelnen Häftlingen oder Häftlingsgruppen des Zellenbaus gewidmet
sind.
Bei der Erarbeitung der neuen Dauerausstellung war es ein zentrales Anliegen, den originalen Charakter des Gebäudes zu erhalten. Daher wurden nur sechs von insgesamt 26 Zellen des noch vorhandenen Gebäudeflügels für Ausstellungszwecke genutzt. Die Ausstellungselemente wurde so zurückhaltend gestaltet, dass der Charakter der Gefängniszellen möglichst erhalten bleibt: An den Wänden dreier Zellen befinden sich schmale Pulte und in einer Doppelzelle ist ein Vitrinenband angebracht. Eine weitere Zelle enthält eine Modell, das den ursprünglichen Zustand des Gebäudes vergegenwärtigt.