Besucherinformationszentrum

Am 14. April 2004 wurde das neue Besucherinformationszentrum im Eingangsbereich der Gedenkstätte Sachsenhausen durch Kulturstaatsministerin Christina Weiss eröffnet. In dem denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen „Waffenmeisterei“ werden die Servicefunktionen für die Besucher und die Angebote der Gedenkstättenpädagogik auf rund 650 Quadratmetern Nutzfläche gebündelt.

Die erste Anlaufstelle bietet der große Empfangsraum im Erdgeschoss. Hier werden nicht nur Gruppen in Empfang genommen, hier sind auch Audioführungen und Informationsmaterialien erhältlich.

In einer Ausstellungsvitrine kann der Besucher sich über die 13 Dauerausstellungen informieren. Mit Hilfe von multimedialen Präsentationsformen werden grundlegende Informationen über die vielschichtige Geschichte des Ortes gegeben. Ebenfalls im Erdgeschoss ansässig ist ein Buchladen, in dem Literatur zur NS- Diktatur, den Konzentrationslagern sowie zur Geschichte der Speziallager erworben werden kann.

Des weiteren stehen ein Einführungsraum für Besuchergruppen, ein großer Seminarraum, sowie – im Untergeschoss – vier Gruppenarbeitsräume zur Verfügung. Im Dachgeschoss befinden sich die Arbeitsräume der Mitarbeiter des pädagogischen Dienstes.

Vor dem Gebäude steht ein 2,5 mal 3,5 m großes Bronzegussmodell, das den gesamten, etwa 40 Hektar umfassenden SS Komplex in Oranienburg veranschaulicht.

Geschichte der Waffenmeisterei

Das Gebäude der Waffenmeisterei, in dem sich heute das Besucherinformationszentrum befindet, wurde zwischen Sommer 1938 und Dezember 1940 im Bereich der KZ Kommandantur errichtet. Ursprünglich als Werkstatt für die Wartung und Pflege von Waffen genutzt, wurde das Gebäude offenbar 1941 zu einer Schlachterei umgebaut.

In der Zeit des sowjetischen Speziallagers diente das Gebäude als Lebensmittellager. Ab 1954 bis 1990 nutzte die Nationale Volksarmee der DDR das Gebäude. Zunächst befanden sich darin Sporträume und eine Sauna, später eine Verkaufsstelle.

1990 übernahm das Polizeipräsidium Oranienburg die Liegenschaft, ohne das Gebäude zu nutzen. 1999 ging die Liegenschaft im ehemaligen Kommandanturbereich mit den Gebäuden der Waffenmeisterei, der Waffenkammer und der Funkstation sowie der ehemaligen Lagerstraße in das Eigentum der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten über. Es war bereits in der Zielplanung von 1995 als künftiges Besucherinformationszentrum vorgesehen.

Weitere Informationen:

Neugestaltung
Zielplanung
Besucherinformationszentrum
Eingangssituation und Besucherleitsystem
Zentraler Gedenkort "Station Z"
Flächengestaltung