Aufgrund einer Absprache zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder und
Ministerpräsident Manfred Stolpe hat der Deutsche Bundestag 2000
beschlossen, in einem Zeitraum von vier Jahren zusätzlich rund 9,7 Mio. €
für die Sanierung der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen bereit zu
stellen. Das Gesamtvolumen der Maßnahmen beläuft sich auf 14,4 Mio. €. Die
zusätzlichen Mittel stammen von der Bundesagentur für Arbeit (3,36 Mio. €)
und von der Europäischen Union (709.000 €).
Bereits im April 2004 wurde das neue Besucherinformationszentrum eröffnet.
Die Neugestaltung des Eingangsbereiches soll im September fertig gestellt
sein.
Ein neues Informationsleitsystem wird den Besuchern das weitläufige Gelände
und die dezentralen Museen und Ausstellungen erschließen.

„Station Z“ (Modell Foto: Prof. HG Merz Architekten)
Im Frühjahr 2004 wurde mit der Neugestaltung des zentralen Gedenkortes
„Station Z“ begonnen. Er soll zum 60. Jahrestag der Befreiung der Häftlinge
des KZ Sachsenhausen im April 2005 eingeweiht werden. Nach dem Entwurf von
Prof. HG Merz werden die Überreste des ehemaligen Krematoriums und des
Vernichtungsortes „Station Z“ durch eine freitragende Halle dauerhaft vor
Witterung und Zerfall geschützt.
Im Sommer 2004 beginnt die Gestaltung der Freiflächen des ehemaligen
Häftlingslagers, wo die Standorte der Baracken durch Bodenvertiefungen
markiert werden. Durch dieses Bodenrelief soll die historische Topographie
des als Modellager entworfenen KZ Sachsenhausen wieder lesbar gemacht
werden. Die Neugestaltung basiert auf dem Entwurf des Preisträgers Prof. HG
Merz, der 1998 durch einen internationalen Architektenwettbewerb ermittelt
wurde.
Für die Dauer der Bauarbeiten informiert die Ausstellung „Rückkehr zum
historischen Ort“ in der ehemaligen Lagerküche über die Sanierungsprojekte.
Neugestaltung
Zielplanung
Besucherinformationszentrum
Eingangssituation und Besucherleitsystem
Zentraler
Gedenkort "Station Z"
Flächengestaltung
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