Ausstellungstitel „Bittersüß” – Geschichte(n) des Hungers:
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Zuckerdose mit Segelschiff und Anker Zuckerdose mit Segelschiff und Anker
Zuckerdose mit Segelschiff und Anker Zuckerdose mit Segelschiff und Anker
platzhalter Bei Sanierungsarbeiten in der Gedenkstätte Sachsenhausen wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche kleine Aluminiumdosen geborgen. Erstmals widmet sich eine Ausstellung ausführlich diesen Alltagsgegenständen, die vielen Häftlingen des sowjetischen Speziallagers ab 1947 zur Aufbewahrung von Zucker- und Marmeladenrationen dienten.

Sie dokumentieren zentrale Aspekte des Haftalltags im Speziallager: Mangelernährung und massenhaftes Verhungern, aber auch menschliche Isolation und erzwungene Untätigkeit.

Einige Zuckerdosen tragen die eingravierten Namenszüge ihrer Besitzer. Die Ausstellung erzählt die Lebensgeschichten von 16 ehemaligen Häftlingen des Speziallagers, deren Dosen nach über 50 Jahren wieder ans Tageslicht gekommen sind. Die Biografien mit ihren unterschiedlichen historischen und politischen Hintergründen deuten die Heterogenität der Häftlingsgesellschaft an. Insgesamt hielt der sowjetische Geheimdienst in Sachsenhausen 60.000 Menschen gefangen: Internierte, Verurteilte, ehemalige deutsche Wehrmachtsoffiziere und Ausländer. Über 12.000 von ihnen starben.

Zuckerdose mit Segelschiff und Anker
Inschrift am Rand: Adelheid, zwei Wappen, Ferdinand
Boden außen: Segelschiff auf offenem Meer,
Boden innen: Anker, 1947
1947, Aluminium, D 5 cm, H 2 cm
Wünsdorf, Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologische
   
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