Granathülle, die 1998 auf dem Gelände des ehemaligen KZ- Außenlagers "Klinkerwerk" gefunden wurde
Granathülle, die 1998 auf dem Gelände des ehemaligen KZ- Außenlagers "Klinkerwerk" gefunden wurde
Workcamp-Teilnehmer bergen lagerzeitliche Fundstücke in einer Müllgrube
Workcamp-Teilnehmer bergen lagerzeitliche Fundstücke in einer Müllgrube

Werkstattausstellung

Ausgegraben – Spuren unter der Erde

Jährlich wächst die Zahl der archäologischen Funde, die im Rahmen der Neukonzeption der Gedenkstätte bei den umfangreichen Sanierungsarbeiten der historischen Gebäude und Relikte geborgen werden. Das Spektrum reicht von Fundamenten nicht mehr vorhandener Gebäude, Gebrauchsgegenständen, Spritzen und Ampullen aus dem Krankenrevier bis hin zu sterblichen Überresten der Ermordeten.

Diese Fundstücke aus allen Phasen des historischen Ortes Sachsenhausen sind wichtige Zeugnisse der Geschichte des nationalsozialistischen Konzentrationslagers, des sowjetischen Speziallagers und seiner Nachnutzung. Die Archäologie hat erst in jüngerer Zeit die wissenschaftliche und museale Bedeutung von zeitgeschichtlicher Ausgrabungen erkannt. Die Erschließung von Fundorten im ehemaligen Konzentrationslager und die Bergung von Fundstücken trägt entscheidend dazu bei, fehlende Informationen über seine Geschichte zu ergänzen, da andere Quellen fehlen.

Die Werkstattausstellung bietet einen Überblick über das Spektrum der archäologischen Funde, die in den letzten Jahren im Bereich des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen geborgen wurden.

Foyer des Veranstaltungsraumes
bis 31. März 2006
 

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