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Archiv und BibliothekDie wissenschaftliche Forschung stellt ein wichtiges Segment in der Arbeit der Gedenkstätte dar. Daher sind ein Fachbibliothek und ein Archiv unerlässlich, die auch in der museumspädagogischen Projektarbeit genutzt werden. Im Archiv werden Akten der Gedenkstätte und von Häftlingsorganisationen sowie Nachlässe ehemaliger Häftlinge aufbewahrt. Außerdem existieren umfangreiche Sammlungen zur Geschichte und Nachgeschichte des Konzentrationslagers Sachsenhausen, die ständig ergänzt und erweitert werden. Diese Bestände können nach rechtzeitiger Voranmeldung zu Forschungszwecken, aber auch von interessierten Besuchern genutzt werden. Im Lesesaal der Präsenzbibliothek stehen Fachliteratur zu Nationalsozialismus, Konzentrationslagern und Nachkriegsgeschichte, Fachzeitschriften sowie nach Voranmeldung Fotos und audiovisuelle Medien zur Einsicht bereit. Zusammen mit dem Depot sind Archiv und Bibliothek in einem historischen Gebäude des ehemaligen Industriehofs jenseits der westlichen Lagermauer untergebracht. |
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ArchivGeschichte und AufgabenIn der 1961 gegründeten Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen wurde erst 1976 ein Archiv eingerichtet, das aber nicht allgemein zugänglich war. Nach der Gründung der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten 1993 wurden entsprechend der Selbstdefinition von Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen als „offener Lernort“ Archiv und Bibliothek für die wissenschaftliche Forschung und die Besucher der Gedenkstätte geöffnet. Anfang 2000 wurde das Archiv Sachsenhausen als öffentliches Archiv nach § 2 Abs. 8 des Brandenburgischen Archivgesetzes anerkannt. Im Archiv von Gedenkstätte und Museum werden einerseits die Verwaltungsakten der Gedenkstätte bzw. ihres Trägers und andererseits Sammlungen zur Geschichte der nationalsozialistischen KZ Oranienburg (1933/34) und Sachsenhausen (1936-45) sowie des sowjetischen Speziallagers Nr. 7/Nr. 1 (1945-50) verwahrt. Von besonderer Bedeutung ist die Sammlung von Kopien der nur bruchstückhaft erhaltenen Akten der Kommandantur des KZ Sachsenhausen aus in- und ausländischen Archiven. Ergänzt werden diese Bestände durch abgeschlossene Sachsenhausen-Sammlungen der „Lagerarbeitsgemeinschaft Sachsenhausen“ und des „Komitees der Antifaschistischen Widerstandskämpfer der DDR“ sowie durch Nachlässe natürlicher Personen, deren Biografie mit der Geschichte von Sachsenhausen verbunden ist. Alle Bestände sind bzw. werden durch Findhilfsmittel in Form von
elektronischen Findbüchern (EFB), Findbüchern (FB) und Findkarteien (FK)
erschlossen. Ein Großteil der Unterlagen mit personenbezogenen Daten wurde
in Datenbanken (DB) erfasst. BenutzungAnträge auf Nutzung sind schriftlich unter Angabe von Thema, Zweck und ggf. Auftraggeber, zu stellen. Nach schriftlicher Benutzungsgenehmigung durch den wissenschaftlichen Leiter des Archivs kann mit der Archivarin unter der Tel.-Nr. 03301 200-300 ein Nutzungstermin während der regulären Öffnungszeiten, Dienstag bis Freitag von 9.00 bis 16.30 Uhr, vereinbart werden. PostanschriftGedenkstätte und Museum Sachsenhausen Online-Anfragen
EntgelteNach der Entgeltordnung der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten werden für umfangreichere schriftliche Auskünfte sowie für die Ermittlung und Bereitstellung von Archivalien und Literatur Entgelte erhoben, sofern nicht die Entgeltfreiheit der Benutzung festgestellt wurde. Wegen begrenzter personeller Kapazitäten können pro Benutzung bzw. schriftlicher Anfrage im Kalenderjahr höchstens sieben personen- und drei sachbezogene Recherchen entgeltfrei durchgeführt werden. Aus Gründen des Personenschutzes und vertraglicher Verpflichtungen
können aus einigen Beständen keine und aus anderen Beständen nur in
Ausnahmefällen Kopien gefertigt werden. |
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BibliothekGeschichteIn der 1961 gegründeten Nationalen Mahn- und Gedenkstätte der DDR gab es nur eine kleine Dienstbibliothek, die lediglich den Mitarbeitern der Gedenkstätte zugänglich und mit den Klassikern des Marxismus-Leninismus sowie wenigen in der DDR erschienenen Titeln zur Geschichte des KZ Sachsenhausen und anderer Konzentrationslager ausgestattet war. Da sich die mit der Gründung der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten 1993 in Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen umbenannte Gedenkstätte als "offener Lernort" versteht, wurde diese Dienstbibliothek in eine öffentliche Spezialbibliothek umgewandelt, die für alle Besucher und Benutzer zugänglich ist. Gleichzeitig wurden die Bibliothek und das Archiv, die bis dahin in einer feuergefährdeten Holzbaracke untergebracht waren, in ein Steingebäude des ehemaligen Industriehofes verlegt. BeständeGedenkstätte und Museum Sachsenhausen verstehen sich als ein "offener
Lernort" mit einer öffentlichen Spezialbibliothek. Ihr Bestand umfasst
derzeit etwa 19.500 Medieneinheiten zu den Sammlungsgebieten BenutzungDie Bibliothek ist von Dienstag bis Freitag von 9.00 bis 16.30 Uhr geöffnet. Die Präsenzbestände sind für alle Nutzer und Besucher frei zugänglich. Lediglich für die Nutzung von Sonderbeständen wie der Sammlung von NS-Literatur ist eine gesonderte Genehmigung erforderlich. Eine Ausleihe ist nicht möglich. Der Bestand ist über EDV-Kataloge recherchierbar. Über den gemeinsamen Katalog der Gedenkstättenbibliotheken (AGGB-Katalog) ist der Bestand, ausgenommen die Sammlung von NS-Literatur, online recherchierbar. Die Literaturliste enthält
eine Auswahl an Literatur zu den Sammlungsschwerschwerpunkten. Die Neuerwerbungen
bieten Ihnen eine Übersicht der aktuellen Zugänge der letzten Monate.
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