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Archiv und Bibliothek

Die wissenschaftliche Forschung stellt ein wichtiges Segment in der Arbeit der Gedenkstätte dar. Daher sind ein Fachbibliothek und ein Archiv unerlässlich, die auch in der museumspädagogischen Projektarbeit genutzt werden. Im Archiv werden Akten der Gedenkstätte und von Häftlingsorganisationen sowie Nachlässe ehemaliger Häftlinge aufbewahrt. Außerdem existieren umfangreiche Sammlungen zur Geschichte und Nachgeschichte des Konzentrationslagers Sachsenhausen, die ständig ergänzt und erweitert werden. Diese Bestände können nach rechtzeitiger Voranmeldung zu Forschungszwecken, aber auch von interessierten Besuchern genutzt werden.

Im Lesesaal der Präsenzbibliothek stehen Fachliteratur zu Nationalsozialismus, Konzentrationslagern und Nachkriegsgeschichte, Fachzeitschriften sowie nach Voranmeldung Fotos und audiovisuelle Medien zur Einsicht bereit.

Zusammen mit dem Depot sind Archiv und Bibliothek in einem historischen Gebäude des ehemaligen Industriehofs jenseits der westlichen Lagermauer untergebracht.

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Literaturliste
Gesamtkatalog der Gedenkstättenbibliotheken (AGGB)

Wegen des Umzuges in neue Sammlungsräume müssen das Archiv und die Bibliothek in der Zeit vom 11. bis 13. Oktober geschlossen bleiben. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Aufruf zur Besichtigung des KZ Sachsenhausen vom 29.04.1945

Archiv

Geschichte und Aufgaben

In der 1961 gegründeten Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen wurde erst 1976 ein Archiv eingerichtet, das aber nicht allgemein zugänglich war. Nach der Gründung der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten 1993 wurden entsprechend der Selbstdefinition von Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen als „offener Lernort“ Archiv und Bibliothek für die wissenschaftliche Forschung und die Besucher der Gedenkstätte geöffnet. Anfang 2000 wurde das Archiv Sachsenhausen als öffentliches Archiv nach § 2 Abs. 8 des Brandenburgischen Archivgesetzes anerkannt.

Im Archiv von Gedenkstätte und Museum werden einerseits die Verwaltungsakten der Gedenkstätte bzw. ihres Trägers und andererseits Sammlungen zur Geschichte der nationalsozialistischen KZ Oranienburg (1933/34) und Sachsenhausen (1936-45) sowie des sowjetischen Speziallagers Nr. 7/Nr. 1 (1945-50) verwahrt. Von besonderer Bedeutung ist die Sammlung von Kopien der nur bruchstückhaft erhaltenen Akten der Kommandantur des KZ Sachsenhausen aus in- und ausländischen Archiven. Ergänzt werden diese Bestände durch abgeschlossene Sachsenhausen-Sammlungen der „Lagerarbeitsgemeinschaft Sachsenhausen“ und des „Komitees der Antifaschistischen Widerstandskämpfer der DDR“ sowie durch Nachlässe natürlicher Personen, deren Biografie mit der Geschichte von Sachsenhausen verbunden ist.

Alle Bestände sind bzw. werden durch Findhilfsmittel in Form von elektronischen Findbüchern (EFB), Findbüchern (FB) und Findkarteien (FK) erschlossen. Ein Großteil der Unterlagen mit personenbezogenen Daten wurde in Datenbanken (DB) erfasst.
Zur Zeit umfassen die Bestände - ohne die noch zu übernehmenden Verwaltungsakten der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen (GMS) und der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten (SBG) ca. 280 lfm. Akteneinheiten (AE).

Bestandsübersicht

Online Findbuch zu Teilbeständen des Archivs

Über den unten stehenden Link kann in den folgenden Beständen mit einem online-Findbuch recherchiert werden: NMG ("Nationale Mahn- und Gedenkstätte"), KAW (Sammlung des "Komitees der antifaschistischen Widerstandskämpfer der DDR") sowie LAG (geschichtliche Sammlung der "Lagerarbeitsgemeinschaft Sachsenhausen"). Detaillierte Informationen zu den Beständen sind dem Findbuch vorangestellt.

Findbuch zu den Beständen NMG, KAW und LAG

Benutzung

Anträge auf Nutzung sind schriftlich unter Angabe von Thema, Zweck und ggf. Auftraggeber, zu stellen. Nach schriftlicher Benutzungsgenehmigung durch den wissenschaftlichen Leiter des Archivs kann mit der Archivarin unter der Tel.-Nr. 03301 200-300 ein Nutzungstermin während der regulären Öffnungszeiten, Dienstag bis Freitag von 9.00 bis 16.30 Uhr, vereinbart werden.

Postanschrift

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Archiv
Straße der Nationen 22
16515 Oranienburg

Online-Anfragen

Anmeldeformular zur Benutzung des Archivs
Anfrageformular zu ehemaligen Häftlingen des KZ Sachsenhausen
Anfrageformular zu ehemaligen Häftlingen des sowjetischen Speziallagers in Sachsenhausen
Anfrageformular zu SS-Angehörigen des KZ Sachsenhausen

 

Entgelte

Nach der Entgeltordnung der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten werden für umfangreichere schriftliche Auskünfte sowie für die Ermittlung und Bereitstellung von Archivalien und Literatur Entgelte erhoben, sofern nicht die Entgeltfreiheit der Benutzung festgestellt wurde. Wegen begrenzter personeller Kapazitäten können pro Benutzung bzw. schriftlicher Anfrage im Kalenderjahr höchstens sieben personen- und drei sachbezogene Recherchen entgeltfrei durchgeführt werden.

Aus Gründen des Personenschutzes und vertraglicher Verpflichtungen können aus einigen Beständen keine und aus anderen Beständen nur in Ausnahmefällen Kopien gefertigt werden.
Pro Benutzung und Kalenderjahr können maximal 200 Kopie bestellt werden.
Für die Herstellung von Kopien werden 0,35 € berechnet, für Studenten und Doktoranden gilt der halbe Satz.

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Bibliothek

Geschichte

In der 1961 gegründeten Nationalen Mahn- und Gedenkstätte der DDR gab es nur eine kleine Dienstbibliothek, die lediglich den Mitarbeitern der Gedenkstätte zugänglich und mit den Klassikern des Marxismus-Leninismus sowie wenigen in der DDR erschienenen Titeln zur Geschichte des KZ Sachsenhausen und anderer Konzentrationslager ausgestattet war. Da sich die mit der Gründung der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten 1993 in Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen umbenannte Gedenkstätte als "offener Lernort" versteht, wurde diese Dienstbibliothek in eine öffentliche Spezialbibliothek umgewandelt, die für alle Besucher und Benutzer zugänglich ist. Gleichzeitig wurden die Bibliothek und das Archiv, die bis dahin in einer feuergefährdeten Holzbaracke untergebracht waren, in ein Steingebäude des ehemaligen Industriehofes verlegt.

Bestände

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen verstehen sich als ein "offener Lernort" mit einer öffentlichen Spezialbibliothek. Ihr Bestand umfasst derzeit etwa 19.500 Medieneinheiten zu den Sammlungsgebieten
Nationalsozialismus/Konzentrationslager/KZ Sachsenhausen,
Nachkriegsgeschichte/Sowjetische Besatzungspolitik/Speziallager sowie
Erinnerungspolitik/Gedenkstätten/Gedenkstättenpädagogik.
Darunter befinden sich Nachlässe und Schenkungen ehemaliger KZ-Häftlinge, unter denen die Bibliothek von Martha und Harry Naujoks die mit ca. 2.400 Bänden umfangreichste ist, sowie eine Sammlung von NS-Literatur (ca. 2.800 Bände). Zu den Beständen gehören auch Quelleneditionen auf Mikrofiches wie die Akten des Nürnberger Ärzteprozesses, die Urteile des Volksgerichtshofes wegen Hochverrats sowie die Akten der NSDAP-Parteikanzlei, für deren Nutzung ein Readerprinter für Mikroformen zur Verfügung steht. Ergänzt werden diese Bestände durch etwa 69 laufend gehaltene Fachzeitschriften und Periodika.

Benutzung

Die Bibliothek ist von Dienstag bis Freitag von 9.00 bis 16.30 Uhr geöffnet. Die Präsenzbestände sind für alle Nutzer und Besucher frei zugänglich. Lediglich für die Nutzung von Sonderbeständen wie der Sammlung von NS-Literatur ist eine gesonderte Genehmigung erforderlich. Eine Ausleihe ist nicht möglich. Der Bestand ist über EDV-Kataloge recherchierbar. Über den gemeinsamen Katalog der Gedenkstättenbibliotheken (AGGB-Katalog) ist der Bestand, ausgenommen die Sammlung von NS-Literatur, online recherchierbar.

Die Literaturliste enthält eine Auswahl an Literatur zu den Sammlungsschwerschwerpunkten.

Die Neuerwerbungen bieten Ihnen eine Übersicht der aktuellen Zugänge der letzten Monate.

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