In der Zeit vor 1938 beschränkte sich die wirtschaftliche Aktivität
der SS größtenteils auf KZ-Werkstättenbetriebe. Erst mit Gründung
der Deutschen Erd- und Steinwerke GmbH (DESt) im April 1938, die vor allem den
Bedarf für die "Führerbauten" decken sollte und zu diesem
Zweck später das Großziegelwerk in Oranienburg betrieb, wurde den
Unternehmen eine eigenständige Rolle zugedacht. Nun entschied der Standort
der Wirtschaftsbetriebe oft über die Anlage neuer Lager. Verfolgte die
SS zunächst Autarkiebestrebungen, so spielten nun auch Rentabilitätsgedanken
eine Rolle. Im Juli 1940 wurden die SS-Unternehmen in der Deutschen Wirtschaftsbetriebe
GmbH (DWB) zu einem Konzern zusammengefasst.
Der Kriegsverlauf führte ab 1942 zur Umstellung der SS-Betriebe auf Rüstungsproduktion.
Ziel der SS-Führung war dabei, die noch weitgehend kapitalistische Großwirtschaft
nach Kriegsende durch eine nationalsozialistische Kommandowirtschaft zu ersetzen.
Der Versuch scheiterte vornehmlich am Widerstand der wirtschaftlichen Elite
und der unzulänglichen Umsetzung durch die SS. Als einzige wirtschaftliche
Einflussmöglichkeit von Gewicht verblieb der SS nur ihre Verfügungsgewalt
über die Arbeitskraft der KZ-Insassen.
Pläne für den Umbau Berlins
zu "Germania"
Zwangsarbeit im Todeslager "Klinkerwerk"
Die Nutzung des Geländes nach 1945
Chronik