Strafkommando und KZ-Außenlager Klinkerwerk

Pläne für den Umbau von Berlin zu "Germania"

Der Umbau Berlins zur Hauptstadt des zukünftigen "Großgermanischen Reiches" sollte 1950 mit der Umbenennung in "Germania" zum Abschluss kommen. Für die Planung wurde das Amt des Generalbauinspekteurs für die Reichshauptstadt Berlin (GBI) geschaffen. Es wurde Albert Speer übertragen. Kernstück der ganz Berlin umfassenden Neuplanung war eine die bestehende Ost-West-Achse in Höhe des Brandenburger Tores kreuzende Nord-Süd-Achse. Sie war als Pracht- und Paradestraße mit Repräsentationsbauten konzipiert. Auf ihr sollten nach dem gewonnenen Krieg Repräsentanten der unterworfenen Völker den jubelnden Massen vorgeführt werden. Krönung des baulichen Ensembles sollte die "Große Halle" mit Platz für 180.000 Menschen werden. Speer ermöglichte es der SS, durch Bereitstellung finanzieller Mittel in Oranienburg das damals weltweit größte Ziegelwerk zu errichten. Dort sollten KZ-Häftlinge Baustoffe für die NS-Monumentalbauten in Berlin herstellen.
Auf Anregung Speers begann die SS in Oranienburg 1940 zudem mit der Errichtung eines Natursteinbearbeitungswerks. In ihm sollten die für die Repräsentationsbauten der Nord-Süd-Achse erforderlichen Natursteinverblendungen anfertigt werden.

Weitere Informationen:

SS-Wirtschaftsunternehmen
Zwangsarbeit im Todeslager "Klinkerwerk"
Die Nutzung des Geländes nach 1945
Chronik