Strafkommando und KZ-Außenlager Klinkerwerk

Zwangsarbeit im "Todeslager" Klinkerwerk

Der Arbeitsplatz konnte über Leben und Tod eines Häftlings bestimmen. Die Arbeitskommandos im KZ unterschieden sich sehr in Hinblick auf die Gefährlichkeit der Arbeit, die Arbeitsbedingungen und die Behandlung durch die SS. Letztes Ziel der KZ-Haft blieb immer die Terrorisierung, Erniedrigung und körperliche Entkräftung der Häftlinge. Der für den Arbeitseinsatz aller KZ-Häftlinge zuständige Oswald Pohl erklärte den KZ-Kommandanten im April 1942, die Arbeitsleistung der Gefangenen müsse "im wahren Sinne des Wortes erschöpfend sein". Das Arbeitskommando "Klinkerwerk" war in der ersten Zeit ein Strafkommando. An diesem von allen gefürchteten Ort setzte die SS vor allem solche Häftlinge ein, die sie besonders schwer misshandeln oder sogar töten wollte. Vor allem für Juden, Zigeuner, Homosexuelle und andere zur "Vernichtung" bestimmte Gruppen war das Klinkerwerk ein "Todeslager".
In den SS-Wirtschaftsbetrieben unterstanden die Häftlinge in fachlicher Hinsicht den dort eingesetzten Zivilisten, disziplinarisch dagegen der SS, deren Wachen auch in Gegenwart von Zivilarbeitern die Häftlinge in keiner Weise schonten.


Weitere Informationen:

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Chronik