Konzentrationslager Sachsenhausen (1936-1945)

Opfer

Nach von ehemaligen Häftlingen schon im Sommer 1945 für eine sowjetische Ermittlungskommission angestellten Schätzungen wurden im KZ Sachsenhausen mehrere Zehntausend Menschen umgebracht. Sie starben an Hunger und Erschöpfung, Krankheiten und Kälte, wurden Opfer von Misshandlungen und öffentlichen Hinrichtungen, medizinischen Experimenten oder Massentötungsaktionen. Nachdem im Herbst 1941 mindestens 12.000 sowjetische Kriegsgefangene, unter denen sich viele Juden befanden, in einer provisorischen Genickschussanlage erschossen oder bei der Erprobung von Gaswagen ermordet worden waren, wurde im Frühjahr 1942 auf dem Industriehof eine Vernichtungsanlage mit Krematorium, Genickschussanlage und später eingebauter Gaskammer errichtet, die von der SS in Analogie zum Turm A als Eingangstor zynisch als "Station Z" bezeichnet und Ende Mai 1942 mit der Erschießung von 250 jüdischen Häftlingen und Geiseln "eingeweiht" wurde.

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idealtypisches Modelllager
"Konzentrationslager der Reichshauptstadt"
Häftlingsgesellschaft
Zwangsarbeit
Opfer
Evakuierung, Todesmärsche und Befreiung