Der Lageralltag war für die Häftlinge von Arbeitseinsatz, Exerzieren und
"Sport" bestimmt. Die Arbeit bestand zunächst im Herrichten des Lagers. Ab Mai
1933 führten die Häftlinge für im Auftrag der Stadt Oranienburg Straßen-, Bahn-
und Wasserbauarbeiten sowie Forstarbeiten durch. Darüber hinaus war der
Lageralltag durch ein umfangreiches Repertoire von Strafen, Schikanen und
Misshandlungen geprägt, von denen die Häftlinge der "Judenkompanie" besonders
betroffen waren. Mindestens 16 Gefangene, darunter der Schriftsteller und
Anarchist Erich Mühsam, wurden von den Wachmannschaften ermordet.