Das Sowjetische Speziallager Sachsenhausen Nr. 7/ Nr. 1 (1945-1950)

Entlassungen und Auflösung

Nach dem offiziellen Abschluss der Entnazifizierung in der SBZ wurden im Sommer 1948 etwa 5 000 Häftlinge aus dem Speziallager Nr. 7 entlassen. Gleichzeitig wurden einige der Speziallager in der SBZ beschlossen. Unter den verbliebenen drei Lagern war Sachsenhausen, das nun zum Speziallager Nr. 1 umbenannt wurde, das größte. Im Frühjahr 1950 wurden auch die letzten Lager aufgelöst. Aus dem Speziallager in Sachsenhausen wurden ca. 8000 Häftling entlassen. Eine kleinere Gruppe wurde in die Sowjetunion transportiert. 5500 Häftlinge überstellte der sowjetische Geheimdienst an die Behörden der DDR. 550 von ihnen wurden in Schauprozessen ("Waldheimer Prozesse") von der Justiz der DDR erneut verurteilt. Nach sowjetischen Unterlagen waren in Sachsenhausen zwischen 1945 und 1950 insgesamt rund 60.000 Menschen inhaftiert.

Weitere Informationen:

Sowjetisches Speziallager Sachsenhausen
Vorgeschichte
Errichtung des Speziallagers Nr. 7 / Nr. 1
Multifunktionalität des Lagers
Entlassungen und Auflösung
Internierte und Verurteilte
Leben und Sterben im Lager
Ende des Schweigens
Museum "Sowjetisches Speziallager"