Das Sowjetische Speziallager Sachsenhausen Nr. 7/ Nr. 1 (1945-1950)

Ende des Schweigens

Nachdem die Schließung der Lager im Frühjahr 1950 in propagandistischer Aufmachung in der Presse gemeldet worden war, durfte in der DDR nicht mehr an sie erinnert werden. In der Bundesrepublik gerieten sie nach dem Ende des "Kalten Krieges" bald in Vergessenheit.

Erst als nach der "Wende" in der DDR 1990 drei Massengräber mit Toten des Speziallagers Sachsenhausen entdeckt wurden, rückten "Stalins Lager in Deutschland" ins Licht der Öffentlichkeit. Ehemalige Häftlinge meldeten sich mit ihren Erinnerungen zu Wort und errichteten 1990 einen Gedenkstein an der nordöstlichen Lagermauer, wo sich ein noch erkennbarer Durchgang zwischen der "Zone I" und der "Zone II" des Speziallagers befand.

Seit 1992 zeigte die Gedenkstätte Sachsenhausen im ehemaligen Lagermuseum eine provisorische Ausstellung zur Geschichte des Speziallagers, die nach der Eröffnung der neuen Dauerausstellung im Dezember 2001 geschlossen wurde.

Weitere Informationen:

Sowjetisches Speziallager Sachsenhausen
Vorgeschichte
Errichtung des Speziallagers Nr. 7 / Nr. 1
Multifunktionalität des Lagers
Entlassungen und Auflösung
Internierte und Verurteilte
Leben und Sterben im Lager
Ende des Schweigens
Museum "Sowjetisches Speziallager"