Museum "Sowjetisches Speziallager Nr. 7 / Nr. 1 (1945-1950) in Sachsenhausen"

Am 9. Dezember 2001 wurde das Museum "Sowjetisches Speziallager Nr. 7 / Nr. 1 (1945-1950) in Sachsenhausen" eröffnet. Mit diesem Museum am Ort des größten der zehn Speziallager in der Sowjetischen Besatzungszone finden die Ereignisse nach 50 Jahren eine angemessene und würdige Darstellung. Auf die Herausforderung der "zweifachen Geschichte" Sachsenhausens antwortet das neue Museum nicht nur durch eine materialreiche Dauerausstellung mit rund 700 Exponaten, sondern auch durch seine konzeptionelle Integration in das Gesamtgefüge des dezentralen Konzeptes der Gedenkstätte.

Am Standort des ausdrucksstarken, vom Frankfurter Architektenbüro Schneider + Schumacher entworfenen Museumsbaus bündeln sich die historischen Bezugslinien des Speziallagers: Es ist die Schnittstelle zwischen der "Zone I" der Internierten und der "Zone II" der SMT-Verurteilten. Darüber hinaus verweisen Sichtachsen auf das in unmittelbarer Nähe gelegene und als Gedenkstätte gestaltete größte Massengrab sowie auf die erhaltenen Steinbaracken.

Vier Baracken wurden in die museale Konzeption einbezogen; in zwei Baracken berichten Zeitzeugen auf Monitoren von den katastrophalen Haftbedingungen und über das Massensterben.

Die Dauerausstellung gliedert sich in die Abschnitte
- Aufbau und Organisation des sowjetischen Speziallagers Sachsenhausen
- Die Häftlinge
- Die Haftbedingungen
- Bilder und Gegenbilder. Die Debatte um die sowjetischen Speziallager

Weitere Informationen:

Sowjetisches Speziallager Sachsenhausen
Vorgeschichte
Errichtung des Speziallagers Nr. 7 / Nr. 1
Multifunktionalität des Lagers
Entlassungen und Auflösung
Internierte und Verurteilte
Leben und Sterben im Lager
Ende des Schweigens
Museum "Sowjetisches Speziallager"