Schülerprojekt zur Gestaltung des Gedenkplatzes
am ehemaligen KZ-Außenlager
Klinkerwerk mit dem Künstler Stuart Wolfe

 
Workcamps

Projekte

Im Rahmen von halb-, ganz- oder auch mehrtägigen Projekten befassen sich Schüler und Jugendliche mit verschiedenen Aspekten zur Geschichte des Konzentrationslagers Sachsenhausen und des sowjetischen Speziallagers Nr. 7 / Nr.1 (1945-1950). Die thematischen Schwerpunkte werden zuvor im Hinblick auf das Alter der Teilnehmer und den Schultyp abgestimmt. Nach dem Selbstverständnis der Gedenkstätte als aktiver und offener Ort des »entdeckenden Lernens« sollen die Teilnehmer angeregt werden, sich am historischen Ort selbständig und eigenverantwortlich mit den Erfahrungen von Terror, Diktatur, Totalitarismus, Rassismus und staatlichem Massenmord auseinander zu setzen. Dabei werden auch die Beschäftigung mit aktuellen Formen von Ausgrenzung, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus einen bedeutenden Stellenwert einbezogen.

Während des Projekttages, der eine intensive Vor- und Nachbereitung erfordert, bearbeiten die Schüler in verschiedenen Einzelgruppen ausgewählte Aspekte zur Geschichte des Ortes. Sie benutzen vorbereitete Materialsammlungen, recherchieren in Ausstellungen und forschen in Bibliothek und Archiv. Sie führen Gesprächen mit Überlebenden der Lager und nehmen an themenspezifischen Führungen teil.

Die Arbeitsergebnisse von Projekttagen - kleine Vorträge, Lesemappen oder Ausstellungen - werden innerhalb der Schule oder auch einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt - zum Beispiel in der Reihe "Schülerausstellungen" in der Gedenkstätte.

Die Kosten für die Projektangebote liegen im Gruppentarif bei € 15,- für Gruppen bis zu 15 Personen und bei € 25,- für Gruppen bis zu 30 Personen. Als pädagogisch verantwortbare maximale Größe je Gruppe erscheint uns eine Zahl von 30 Personen. Für fremdsprachige Führungen wird ein Aufschlag von € 25,- je Gruppe erhoben. Diese Projekte richten sich an Jugendliche und sind in besonderer Weise auf die Erfordernisse der schulischen Arbeit hin profiliert.

Wegen der großen Nachfrage ist für Projektangebote (insbesondere für Termine am Vormittag) eine langfristige Anmeldung erforderlich.

Angebote

> SAC-P001:
Museumskoffer »Jüdische Häftlinge im KZ Sachsenhausen«
(1. Selbständige Erarbeitung von Biografien / 2. Führung und Dauerausstellung »Jüdische Häftlinge im KZ Sachsenhausen«)
Mind. 3 Stunden

> SAC-P002:
Jüdische Häftlinge im KZ Sachsenhausen
(Kurzführung, Kleingruppenarbeit, selbständige Recherchen in der Ausstellung und in vorgelegten Materialien, Abschlussgespräch)
4½ – 5½ Stunden

> SAC-P003:
Der historische Ort (Aufbau des KZ, Jüdische Häftlinge, Lageralltag, Arbeit, Strafen, „Station Z“, Revier und Pathologie, Nutzung als Speziallager. Kleingruppenarbeit, selbständige Recherchen in den Ausstellungen, Abschlussgespräch)
4 – 5½ Stunden oder mehrtägiges Projekt

> SAC-P004:
Lageralltag der Häftlinge des KZ Sachsenhausen
(Thematische Einführung, pädagogische Betreuung, selbständige Kleingruppenarbeit, Arbeit mit Materialmappen und in den Dauerausstellungen, CD-ROM, Abschlussgespräch) ¹
4 – 5½ Stunden

> SAC-P005:
Häftlinge und Sondergefangene im Zellenbau
(Kleingruppenarbeit, selbständige Recherchen, Erarbeitung von Biografien, Videoausschnitte, Abschlussgespräch)
4 Stunden oder mehrtägiges Projekt

> SAC-P006:
Das sowjetische Speziallager Nr. 7/ Nr. 1 1945 –1950
(Führung, Einführung in die Dauerausstellung, Kleingruppenarbeit, Arbeit mit Materialmappen, Lernzentrum, Abschlussgespräch)
5 Stunden oder mehrtägiges Projekt

> SAC-P007:
Haftgründe der Häftlinge des KZ Sachsenhausen
(Kurzführung, Kleingruppenarbeit, selbständige Recherchen in Ausstellungen und Materialmappen, Abschlussgespräch)
4 – 5 Stunden

> SAC-P008:
Medizin im KZ Sachsenhausen und die Rolle des Krankenreviers
(Führung, Kleingruppenarbeit mit Materialmappen/Videos/Zeitzeugeninterviews, selbständige Recherche in den Ausstellungen, Abschlussgespräch)
4½ Stunden oder mehrtägiges Projekt

> SAC-P009:
Kinder und Jugendliche im KZ Sachsenhausen
(Führung, Arbeit mit Materialmappen/Videointerviews/CD-ROM, selbständige Recherchen in Ausstellungen, Abschlussgespräch)
5 Stunden

> SAC-P010:
Biografien von Häftlingen des KZ Sachsenhausen
(Kurzführung, Kleingruppenarbeit, selbständige Recherchen in den Dauerausstellungen, Arbeit mit der CD-ROM und Materialmappen, Abschlussgespräch) ¹
4 Stunden

> SAC-P011:
Tschechische Studenten im KZ Sachsenhausen
(Kleingruppenarbeit, Recherche mit Materialmappen, CD-ROM, Tondokumente, Erarbeitung biografischer Skizzen, Abschlussgespräch)
4½ Stunden oder mehrtägiges Projekt

> SAC-P012:
Überlebensformen: Kunst und Kultur im KZ Sachsenhausen
(Führung, Kleingruppenarbeit, selbständige Recherchen mit Materialmappen, in Ausstellungen, Arbeit an Biografien, Abschlussgespräch)
5 Stunden oder mehrtägiges Projekt

> SAC-P013:
Vergessene Opfergruppen im KZ Sachsenhausen
(Führung, Kleingruppenarbeit, selbständige Recherchen in Ausstellungen, mit Materialmappen, CD-ROM, Gedenksteine, Abschlussgespräch) ¹
5 Stunden oder mehrtägiges Projekt

> SAC-P014:
Selbstführung »KZ Sachsenhausen« (Einführung am Modell, selbständige Kleingruppenarbeit an 6 – 8 Themen, Arbeit mit Materialmappen/in Ausstellungen, Führung der Mitschüler, Abschlussgespräch) ¹
4½ Stunden

> SAC-P015:
Selbstführung »Baracke 38/Jüdische Häftlinge im KZ Sachsenhausen«
(Einführung am Modell, Einführung in die Ausstellung, selbständige Kleingruppenarbeit in den Ausstellungen/mit Materialmappen an 8 Themen, Führung der Mitschüler, Abschlussgespräch)


Teilnehmer eines Workcamps bei Suchgrabungen
im Bereich des ehemaligen Industriehofes

 

Workcamps

Workcamps verbinden historisches Lernen vor Ort mit praktischem Engagement zur Pflege und zum Erhalt der Gedenkstätte. Außerdem stellen sie ein wichtige soziale Erfahrung dar, indem sie Menschen verschiedener Nationalitäten und Religionen zusammenführen, um weiterführend über gegenwärtige Formen der Ausgrenzung und Diskriminierung nachzudenken. Neben den gärtnerischen und handwerklichen Pflegearbeiten stellen die Teilnehmer in Archiv und Bibliothek eigene Recherchen an, nehmen an Führungen durch die Gedenkstätte und an Exkursionen zu anderen Gedenkstätten in Berlin und Brandenburg teil. Wichtiger Bestandteil der Workcamps ist ein gemeinsames Freizeitprogramm, in das häufig auch Jugendliche aus der Region Oberhavel integriert werden.
Die Workcamps werden in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen durchgeführt.

Die Betreuung der Teilnehmer und die Vorbereitung des inhaltlichen Programms erfolgt durch den Besucherdienst der Gedenkstätte (Führungen, Zeitzeugengespräche, Studien in Archiv/Bibliothek, praktische Arbeit in der Gedenkstätte, Gesprächsrunden).
[ mind. 2 Tage bis 2 Wochen]

 

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