Projekttag zum Thema "Zellenbau" in der Gedenkstätte und dem Museum Sachsenhausen

Projektbeschreibung:
Der Zellenbau gehört noch heute zu den Einrichtungen des KZ Sachsenhausen, über die wenig bekannt ist. Erst seit dem vergangenen Jahr wird hier eine Dauerausstellung gezeigt.

Zuerst offen und integriert, wurde der Zellenbau 1938 vom übrigen Lager durch eine hohe Mauer abgetrennt, um ihn vor neugierigen Blicken zu schützen. Grausamkeiten, die hier verübt wurden, die Anwesenheit bestimmter Gefangener u. v. m. sollten vor der Außenwelt verborgen bleiben.

Zu den Insassen dieses Gefängnisses im Konzentrationslager gehörten Häftlinge des Lagers, die wegen Verstößen gegen die "Lagerordnung" bestraft wurden, Gestapogefangene aus den Folterkellern von Berlin und "Sondergefangene", z. B. ausländische Prominente, hohe kirchliche Repräsentanten, Hitler-Attentäter u. a.

Bisher sind ca. 300 Namen von Häftlingen bekannt, die hier einsaßen. Kenntnisse über ihre Lebensläufe und Haftumstände liegen nur in recht unterschiedlichem Maße vor. Von einigen kennt man lediglich die Namen. Die Schülerinnen und Schüler werden mit Mitarbeitern der Gedenkstätte offene Fragen besprechen, Arbeitsthemen auswählen und das Vorgehen festlegen.

Aufgaben:

  1. Führung und selbständige Arbeit in der Dauerausstellung "Der Zellenbau"
  2. Erstellen von Kurzbiographien auf der Grundlage vorhandenen Materials ("Schüler arbeiten für Schüler").
  3. Erarbeitung von Dokumentationen zum Behandlungs- und Strafsystem sowie zum alltäglichen Leben im Zellenbau unter Berücksichtigung der verschiedenen Insassengruppen.
  4. Anlegen von biographischen Mappen als Materialsammlung . Ausstellung der Mappen im Zellenbau.

Weitere Informationen:

Programm eines Projekttages