Museumslehrer Uwe Graf

Museumslehrer

Für einen erfolgreichen Einsatz des Museumskoffers sind einige Dinge zu berücksichtigen:

  1. Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler
  2. Zeitaufwand
  3. Nachbereitung
  4. Thematisierung des Gedenkstättenbesuches

1. Damit den Jugendlichen der Zugang zum Thema des Museumskoffers erleichtert wird, ist es notwendig, dass sie vor dessen Einsatz einen Begriff von dem erhalten, was Judentum ist. Zu diesem Zweck befinden sich im Anhang dieser Handreichung einige Materialien zu dem religiösen und kulturellen Hintergrund des Judentums.

2. Die zur Verfügung stehende Zeit sollte mit den Mitarbeitern der Gedenkstätte, die den Museumskoffer im Unterricht vorstellen, genau abgesprochen werden. Absolut benötigtes Minimum sind drei Unterrichtsstunden. Mehr Zeit ist auf jeden Fall besser.

3. Je weniger Zeit für die Beschäftigung mit den Materialien zur Verfügung steht, desto wichtiger wird das nachbereitende Gespräch. Eventuell sollten auch die Arbeitsergebnisse in der Nachbereitung präsentiert werden, um Zeit für die Auseinandersetzung mit den Materialien zu gewinnen. In der Nachbereitung geht es darum, folgende Fragen mit den Schülerinnen und Schülern zu besprechen:
Welche Gefühle hat die von mir bearbeitete Biographie bei mir ausgelöst? Was war für mich das Wichtigste an dieser Biographie?

4. Kurz vor einer Fahrt in die Gedenkstätte sollte nochmals ein Gespräch mit den Jugendlichen stattfinden. Hierbei ist von besonderer Bedeutung, die Gruppe darauf vorzubereiten dass die Gedenkstätte heute anders aussieht, als das Konzentrationslager zu Zeiten des Nationalismus. Mit Hilfe von Fotos kann ein erster Eindruck vom heutigen Aussehen vermittelt werden. Damit der Besuch der Gedenkstätte ein Gewinn für die Jugendlichen ist, sollten vor Beginn der Fahrt Fragen gesammelt werden, deren Antworten in der Gedenkstätte gefunden werden können.

Inhalt des "Museumskoffers Jüdische Häftlinge im Konzentrationslager Sachsenhausen"

  • Allgemeines
  • Aufbau und Ausbau des KZ Sachsenhausen
  • Verhaftungsaktion "Arbeitsscheu Reich" 1938
  • Novemberpogrom 1938
  • Die Landra-Fots jüdischer Häftlinge von Dezember 1938
  • Die Verhaftung polnischer Juden im September 1939
  • Inhaftierte Juden 1939-1942
  • Erschießung jüdischer Häftlinge im Mai 1942
  • Widerstand gegen die Deportation: Der "Aufstand der 18"
  • Jüdische Häftlingsfacharbeiter und die Verwertung des letzten jüdischen Besitzes
  • Sachsenhausen als Durchgangslager
  • Die Außenlager
  • Todesmarsch und Befreiung
  • Estrongo und Andreas Nachama

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