Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Seit 1993 ist die Gedenkstätte Sachsenhausen - mit einem neuen, um den Begriff "Museum" programmatisch erweiterten Namen - Bestandteil der neu gegründeten Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, zu der außerdem die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und die Dokumentationsstelle im ehemaligen Zuchthaus Brandenburg / Havel gehören.
Die selbständige Stiftung des öffentlichen Rechts wird jeweils zur Hälfte vom Land Brandenburg und vom Bund finanziert.

Die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen befindet sich seit 1993 in einem umfassenden Prozess der Sanierung und Neugestaltung. Schritt für Schritt werden die noch erhaltenen historischen Gebäude und Relikte des ehemaligen Konzentrationslagers denkmalgerecht saniert. Ein dezentrales Ausstellungskonzept, das zehn kleinere Dauerausstellungen in den authentischen Gebäuden vorsieht, soll die vielschichtige Geschichte des Ortes für die Besucher veranschaulichen. Nach dem Abschluss der Neugestaltung wird die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen ein Ort der Trauer und des Gedenkens bleiben, aber sie wird auch ein modernes zeithistorisches Museum sein, das nachwachsenden Generationen ein Kapitel aus der Geschichte des vergangenen Jahrhunderts vermittelt, das zum kulturellen Gedächtnis der Menschheit gehört.

Folgende Dauerausstellungen wurden bereits eröffnet:

  • Die Geschichte der jüdischen Häftlinge im Konzentrationslager Sachsenhausen 1936-1945 (Museum "Baracke 38")
  • Der ‚Alltag' der Häftlinge im Konzentrationslager Sachsenhausen 1936-1945 (Museum "Baracke 39")
  • Der Zellenbau des Konzentrationslagers Sachsenhausen

2001 werden eröffnet:

  • Konzentrationslager Oranienburg 1933/34 (Neues Museum, 5, ab 21. Oktober 2001)
  • Von der Erinnerung zum Monument - Die Entstehungsgeschichte der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen (Neues Museum, ab 21. Oktober 2001)
  • Museum "Speziallager Nr. 7 / Nr. 1 1945-1950" (ab 9. Dezember 2001)

Darüber hinaus ist die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen bemüht, gemeinsam mit der Stadt Oranienburg und anderen Partnern den rund 388 Hektar umfassenden Gesamtkomplex des KZ Sachsenhausen wieder sichtbar zu machen und seine historischen Spuren und Relikte zu erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dazu gehören vor allem das ehemalige KZ-Außenlager und Strafkommando Klinkerwerk an der Lehnitz-Schleuse und der Bereich des ehemaligen SS-Truppenlagers.