Die politischen Häftlinge des Konzentrationslagers Oranienburg

Buchenwald KZ – bei Weimar, größtes Konzentrationslager im »Dritten Reich« mit – gegen Ende des Krieges – 100 Nebenlagern und Außenkommandos. Im Sommer 1937 traf der erste Gefangenentransport ein. Das Lager bestand aus drei Abteilungen: dem »großen« Lager mit Häftlingen, die bereits längere Zeit im Lager waren, dem »Kleinen« Lager, in dem Gefangene in Quarantäne gehalten wurden, sowie dem »Zeltlager« für polnische Gefangene, die nach dem Überfall der Wehrmacht auf Polen am 1. September 1939 nach Buchenwald deportiert worden waren. Die Häftlinge leisteten schwerste Zwangsarbeit in einem Steinbruch der SS-eigenen Erd- und Steinwerke beim Lager sowie in den Rüstungsfabriken. Am 6. April 1945 begann die SS mit der »Evakuierung« des Lagers. Ein Teil der Häftlinge leistete Widerstand, sodass die SS die Räumung des Lagers nicht beenden konnte. Amerikanische Truppen befreiten etwa 21.000 Häftlinge am 11. April 1945.*

Impressum

* Mit dankenswerter Genehmigung durch die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten entnommen aus: Gegen das Vergessen. Häftlingsalltag im KZ Sachsenhausen 1936-1945, CD-ROM, Systema 2004.