Die politischen Häftlinge des Konzentrationslagers Oranienburg

15 entlang der Ems an der niederländischen Grenze zwischen 1933 und 1939 errichtete Haftstätten mit wechselnden Funktionen und zentraler Verwaltung in Papenburg. Die drei Lager Ersterwegen, Börgermoor und Neusustrum wurden 1933 als KZ für politische Häftlinge errichtet und später als Strafgefangenenlager der Reichsjustizverwaltung unterstellt. Ab Kriegsbeginn waren in den südlichen Emslandlagern hauptsächlich Kriegsgefangene verschiedener Nationalitäten inhaftiert. In die nördlicher gelegenen Lager wurden ehemalige Wehrmachtsangehörige eingeliefert, die von Militärgerichten verurteilt worden waren. Ab 1943/44 wurden in den Lagern Widerstandskämpfer festgesetzt. Die Häftlinge mussten härteste Arbeit bei der Kultivierung der Moore leisten. Viele kamen dabei zu Tode. Zwischen 1933 und 1945 befanden sich in den Lagern insgesamt 70.000 Häftlinge und 110.000 Kriegsgefangene. Die Zahl der Todesopfer wird auf 30.000 geschätzt.*

Impressum

* Mit dankenswerter Genehmigung durch die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten entnommen aus: Gegen das Vergessen. Häftlingsalltag im KZ Sachsenhausen 1936-1945, CD-ROM, Systema 2004.