Die politischen Häftlinge des Konzentrationslagers Oranienburg

Generalgouvernement – (GG) vom Deutschen Reich am 26. Oktober 1939 eingerichtete Verwaltungseinheit für die von Deutschland besetzten Teile Polens, die nicht unmittelbar dem Reich »angeschlossen« worden waren. An der Spitze des GG stand der Generalgouverneur Hans Frank. Das GG war in fünf Distrikte unterteilt: Krakau als Hauptstadt des GG, Warschau, Radom, Lublin und ab 1941 Ostgalizien. Die Distrikte waren in Kreise untergliedert. Nur wenige polnische Institutionen konnten ihre Arbeit unter Aufsicht der Besatzermacht fortsetzen. Ziel der Besatzungsmacht war, polnische Gebiete durch die neu eingesetzte Verwaltungsmacht zu »germanisieren«, die polnische Bevölkerung zu vertreiben oder zu vernichten. Lediglich deutschstämmigen Polen sollte ein Bleiberecht zugestanden werden. Kulturelle und wissenschaftliche Institutionen Polens wurden zerstört. Die jüdische Bevölkerung wurde in Ghettos gesperrt, deportiert und ermordet. In zwei Offensiven, im Juli 1944 und im Januar 1945, befreite die Rote Armee das Generalgouvernement.*

Impressum

* Mit dankenswerter Genehmigung durch die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten entnommen aus: Gegen das Vergessen. Häftlingsalltag im KZ Sachsenhausen 1936-1945, CD-ROM, Systema 2004.