Die politischen Häftlinge des Konzentrationslagers Oranienburg

Herzogenbusch KZ – (auch KZ Vught genannt) Konzentrationslager in Vught im Süden der Niederlande [s´Hertogenbosch] mit 13 Außenkommandos, einziges KZ westlich des Reiches. Am 5. Januar 1943 eröffnet, stand das Lager unter direkter Aufsicht des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamtes. Die Häftlinge leisteten Zwangsarbeit an den Befestigungsbauten außerhalb des Lagers sowie in den Werkstätten der Philipsgesellschaft. Auf dem Lagergelände stellten sie Kleidung und Pelze her. In das Lager integriert waren ein »Schutzhaftlager«, ab 1943 ein »Judenauffanglager«, das als »Durchgangslager« für Juden vor der Deportation nach Osten diente, des Weiteren ein »Geisellager«, ein »Studentenlager« sowie ein »Polizeiliches Durchgangslager«. Mit der Ernennung eines neuen Lagerkommandanten verschlechterte sich die Situation der Häftlinge ab Oktober 1943. Am 5. und 6. Septeber 1944 wurde das Lager vor den alliierten Armeen »evakuiert«; ein Großteil der Häftlinge wurde in das KZ Sachsenhausen überstellt. *

Impressum

* Mit dankenswerter Genehmigung durch die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten entnommen aus: Gegen das Vergessen. Häftlingsalltag im KZ Sachsenhausen 1936-1945, CD-ROM, Systema 2004.