Die politischen Häftlinge des Konzentrationslagers Oranienburg

Himmler, Heinrich – (1900-1945), Reichsführer SS und ab 1936 Chef der Deutschen Polizei, Chef der Gestapo und der Waffen-SS, Reichsinnenminister von 1943 bis 1945. 1926 wurde er stellvertretender Propagandaleiter der NSDAP, 1929 Chef der SS. Als Polizeipräsident in München errichtete er 1933 das KZ Dachau. 1939 wurde er Reichskommissar für die »Festigung des deutschen Volkstums« und erhielt in dieser Funktion die Vollmacht zur Durchführung umfangreicher »Umsiedlungsaktionen« in Polen. Er bestimmte Auschwitz als die Vernichtungsstätte für Juden. Im Juni 1942 übernahm er den Posten des Chefs der Sicherheitspolizei und des SD und forcierte die »Endlösung der Judenfrage«. Kurz vor Kriegsende unternahm er den Versuch, mit den Alliierten zu kooperieren. Adolf Hitler enthob ihn daraufhin aller Ämter. Nach der deutschen Kapitulation scheiterte ein Fluchtversuch Himmlers; er wurde von britischen Soldaten gefasst. Am 23. Mai 1945 beging er, bevor er als einer der Hauptkriegsverbrecher vor Gericht gestellt werden konnte, Selbstmord.*

Impressum

* Mit dankenswerter Genehmigung durch die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten entnommen aus: Gegen das Vergessen. Häftlingsalltag im KZ Sachsenhausen 1936-1945, CD-ROM, Systema 2004.