Die politischen Häftlinge des Konzentrationslagers Oranienburg

Konzentrationslager in der Nähe des Ortes Natzweiler, 50 km südlich von Straßburg, mit bis zu 42 Außenlagern. Deutsche Häftlinge trafen im Mai 1941 ein und wurden im nahe liegenden kleinen Gehöft Struthof (auch KZ Struthof genannt) untergebracht. Ab August 1942 erfolgten reguläre Einweisungen des Reichssicherheitshauptamtes. Die meisten »Nacht und Nebel-Häftlinge« wurden in diesem Lager inhaftiert und in der Rüstungsindustrie sowie im Steinbruch eingesetzt. Im August 1943 wurden Gaskammern eingerichtet. Häftlinge wurden auch für das Anatomische Institut der Universität Straßburg getötet, das eine »Skelettsammlung« anlegte. Ab 1944 wurde das KZ erweitert. Die Todesrate unter den Häftlingen war auf Grund härtester Arbeits- und Lebensbedingungen sowie gezielter Misshandlungen durch die SS sehr hoch. Es kamen 5000 bis 6000 Menschen, nach anderen Schätzungen 12.000 um. Das Stammlager wurde von August bis September 1944 »evakuiert«. Die Häftlinge der meisten Außenlager wurden im März 1945 auf »Todesmärsche« getrieben.*

Impressum

* Mit dankenswerter Genehmigung durch die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten entnommen aus: Gegen das Vergessen. Häftlingsalltag im KZ Sachsenhausen 1936-1945, CD-ROM, Systema 2004.