Die politischen Häftlinge des Konzentrationslagers Oranienburg

Untersuchungsgefängnis der Gestapo-Zentrale in Berlin ab Mai 1933. Nach den Ausbaumaßnahmen war das »Keller-Gefängnis« für die Häftlinge Durchgangsstation auf dem Weg in andere Gefängnisse und Lager. Mit Ausnahme »verschärfter Vernehmungen« und Folterungen galten die allgemeinen Haftbedingungen im Vergleich zu anderen Einrichtungen als relativ erträglich. Im Winter 1935/36 wurde der Gefängnistrakt erweitert, 1936/37 erneut umgebaut. Nach Schätzungen wurden mehrere Tausend – zumeist männliche Häftlinge, die vor allem in Berlin verhaftet worden waren – zwischen 1933 und 1945 inhaftiert, darunter vor allem Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschaftler sowie Mitglieder von Widerstandsorganisationen.*

Impressum

* Mit dankenswerter Genehmigung durch die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten entnommen aus: Gegen das Vergessen. Häftlingsalltag im KZ Sachsenhausen 1936-1945, CD-ROM, Systema 2004.