Die politischen Häftlinge des Konzentrationslagers Oranienburg

Stutthof, KZ (polnisch: Sztutowo), erstes Konzentrationslager auf polnischem Boden, 36 km östlich von Gdansk, am 2. September 1939 eröffnet, mit 103 Außenkommandos. Es diente zunächst als »Zivilgefangenenlager«, zwischen November 1941 und Januar 1942 als »Sonderlager der SS«. Ab 13. Januar 1942 wurde es als KZ geführt. Die ersten Häftlinge waren überwiegend aus Danzig und Pommern stammende Polen, später kamen Häftlinge aus weiteren polnischen Gebieten sowie aus der Sowjetunion, Dänemark, Norwegen und weiteren Nationen hinzu. Von insgesamt 115.000 Häftlingen wurden 22.000 in andere Lager deportiert und 65.000 ermordet. Wegen der harten Haftbedingungen und schwerer Arbeit, so für die Deutschen Ausrüstungswerke, starben viele Häftlinge. Ab Juni 1944 wurden Neuankömmlinge, sofern sie als »arbeitsunfähig« eingeteilt worden waren, in den Gaskammern ermordet. Am 24. Januar 1945 begann die SS mit der Räumung des Lagers und trieb die verbliebenen Häftlinge auf einen Todesmarsch, den Tausende nicht überlebten. Viele ertranken bei der »Evakuierung« auf dem Seeweg. Stutthof wurde am 1. Mai 1945 befreit, zu diesem Zeitpunkt befanden sich nur noch wenige hundert Überlebende im Lager.*

Impressum

* Mit dankenswerter Genehmigung durch die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten entnommen aus: Gegen das Vergessen. Häftlingsalltag im KZ Sachsenhausen 1936-1945, CD-ROM, Systema 2004.