Die politischen Häftlinge des Konzentrationslagers Oranienburg

Waffen-SS – 20.000 Mann starker militärischer Kampfverband der SS, der am 18. Mai 1939 aus der »SS-Verfügungstruppe« und den SS-Totenkopfverbänden rekrutiert und von Heinrich Himmler ab Oktober 1939 als Waffen-SS bezeichnet wurde. In der »SS-Verfügungstruppe« hatte Himmler zuvor am 14. Dezember 1934 die politischen Bereitschaften der SS und der Leibstandarte Adolf Hitler zusammengeführt, die gemeinsam mit den SS-Totenkopfverbänden, die zur Bewachung der KZ-Häftlinge aufgestellt worden waren, den militärischen Teil innerhalb der SS bildeten. Chef der Totenkopfdivision der Waffen-SS, die darüber hinaus auch an der Front zum Einsatz kam, wurde Theodor Eicke. Die SS-Junkerschulen waren für die Ausbildung der Unterführer und Führer der Waffen-SS zuständig. Bis Kriegsende wuchs die Waffen-SS auf 600.000 Mann an, die aus nahezu allen von der Wehrmacht besetzten Ländern stammten. Die Waffen-SS fiel durch exzessive Härte und Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung, gegen Kriegsgefangene und Partisanen auf. Als Teil der SS wurde die Waffen-SS im Nürnberger Prozess zur verbrecherischen Organisation erklärt.*

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* Mit dankenswerter Genehmigung durch die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten entnommen aus: Gegen das Vergessen. Häftlingsalltag im KZ Sachsenhausen 1936-1945, CD-ROM, Systema 2004.