Die politischen Häftlinge des Konzentrationslagers Oranienburg

Warschauer Ghetto – ab Herbst 1940 in Warschau eingerichtetes Ghetto, das am 16. November 1940 hermetisch vom Rest der Stadt abgeriegelt und unter permanente Bewachung gestellt wurde. Die Lebensbedingungen im Ghetto waren auf Grund der hohen Bevölkerungsdichte auf engstem Raum äußerst schwierig. Teilweise mussten sich sieben Personen ein Zimmer teilen und mit völlig unzureichenden Lebensmittelrationen auskommen. Die Zahl der Sterbefälle nahm wöchentlich zu. Die systematischen Deportationen in die Vernichtungslager begannen im Juli 1942 und wurden mit kürzeren Unterbrechungen bis September 1942 fortgesetzt. Die SS begann am 19. April 1943 mit der »Auflösung« des Ghettos. Die noch verbliebene Bevölkerung des Ghettos leistete Widerstand und kämpfte 27 Tage bis zur Niederschlagung des Warschauer Ghettoaufstandes durch die SS. Die SS setzte die Häuser des Ghettos in Brand und zwang die Bewohner, ihre Verstecke zu verlassen. Viele Ghettobewohner wurden sofort, nachdem sie das Versteck verlassen hatten, erschossen, die Übrigen in die KZ deportiert. Nur 1.000 bis 2.000 ehemalige Ghettobewohner überlebten den Krieg.*

Impressum

* Mit dankenswerter Genehmigung durch die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten entnommen aus: Gegen das Vergessen. Häftlingsalltag im KZ Sachsenhausen 1936-1945, CD-ROM, Systema 2004.