Die politischen Häftlinge des Konzentrationslagers Oranienburg

Aufstand im Warschauer Ghetto vom 19. April bis 16. Mai 1943. Mitglieder des jüdischen Untergrunds im Ghetto stellten, nachdem sie anhand von Berichten im Frühjahr 1942 Kenntnis über die Massenmorde an Juden erlangt hatten, eine Verteidigungseinheit auf, um Widerstand gegen bevorstehende Deportationen der Ghettobewohner leisten zu können. Am 28. Juli 1942 wurde die Jydowska Organizacja Bojowa (JOB) [Jüdische Kampforganisation] gegründet, der insgesamt 22 Kampfeinheiten mit 700 bis 750 Mann angehörten. Der Aufstand begann am 19. April 1943 und dauerte 27 Tage. Der SS gelang es zu Beginn nicht, die Verstecke der jüdischen Kämpfer ausfindig zu machen. Sie begann, das Ghetto systematisch – Haus für Haus – niederzubrennen. Viele Ghettobewohner wurden sofort, nachdem sie gefasst worden waren, erschossen, die Übrigen in die KZ deportiert. Am 16. Mai 1943 wurde die Niederschlagung des Aufstandes offiziell gemeldet. Nur wenige Bewohner, die sich in den unterirdischen Bunkern des Ghettos verstecken konnten, blieben im Ghetto zurück. Manchen gelang mit Hilfe von Polen die Flucht auf die »arische« Seite.*

Impressum

* Mit dankenswerter Genehmigung durch die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten entnommen aus: Gegen das Vergessen. Häftlingsalltag im KZ Sachsenhausen 1936-1945, CD-ROM, Systema 2004.