Die politischen Häftlinge des Konzentrationslagers Oranienburg
21. Mai 1904 - ?

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Überführung ins KZ Oranienburg nach Schutzhaft, Paul Rau
Quelle: BLHA Rep. 35 G KZ Oranienburg

Überführung ins KZ Oranienburg nach Schutzhaft, Paul Rau Quelle: BLHA Rep. 35 G KZ Oranienburg

Paul Rau, gelernter Friseur und KPD-Mitglied in der Ortsgruppe Königs Wusterhausen, wurde auf Verfügung des Landrats im März 1933 ins Konzentrationslager Oranienburg eingeliefert. Nach Misshandlungen und Folter konnte er das KZ nach fünf Monaten verlassen und lebte danach in Königs Wusterhausen.

Von Jana Rahmlow

Paul Rau wurde am 21. Mai 1904 geboren. Er war KPD-Mitglied und in der Ortsgruppe in Königs Wusterhausen aktiv. Zusammen mit Hugo Bergmann wurde er auf Verfügung des Landrates von Teltow am 20. März 1933 verhaftet und nach ca. zwei Monaten Untersuchungshaft nach Oranienburg verschleppt1. Paul Rau war vom 23. März bis 31. Juli 1933 im Gerichtsgefängnis Königs Wusterhausen und vom 31. Juli bis 21. September 1933 im KZ Oranienburg inhaftiert.

Seine Ehefrau Maria Rau wollte die Freilassung ihres gefangenen Ehemannes erwirken und schrieb im Juli 1933 einen Brief an den Regierungspräsidenten in Potsdam. Ihrem Antrag auf Freilassung wurde nicht stattgegeben. In dem Schreiben des Regierungspräsidenten wurde die Entscheidung nicht begründet2.

Der weitere Lebensweg ließ sich nicht ermitteln.

1 Vgl. Biografie Hugo Bergmann

2 Vgl. BLHA Rep. 2 A Regierung Potsdam I Pol Nr. 1183, Bl. 264-265.
 

Soziale/Regionale Herkunft: keine Angaben

Ausbildung/Berufstätigkeit: Friseur

Mitgliedschaft und Funktionen in der Gewerkschaftsbewegung: keine Angaben

Parteizugehörigkeit/-funktionen, politische Vorfeldorganisationen: Mitglied der KPD

Politische Mandate/Aktivitäten: keine Angaben

Widerstandsaktivitäten: keine Angaben

Haft in Konzentrationslagern/ Zuchthäusern/Gefängnissen: vom 23. März bis 31. Juli 1933 Gerichtsgefängnis Königs Wusterhausen, vom 31. Juli bis 21. September 1933 KZ Oranienburg

Politisches und gewerkschaftliches Engagement nach 1945: keine Angaben

Erinnerungskultur/Ehrungen: keine Angaben

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