„Ein Insasse des Konzentrationslager Oranienburg ist (…) ein Galeerensträfling, der selbstverständlich von morgens bis abends arbeiten muss.“
(…)
Im Sommer begann man dann mit der Bildung der Außenkommandos in Gruppen von bis zu 150 Gefangenen. Sie wurden eingesetzt für Straßenarbeiten (…), Forstarbeiten (…), Kanalarbeiten (…). Die Arbeit an den Außenkommandos dauerte in der Regel von morgens 7 bis nachmittags 5 Uhr, die manchmal stundenlangen Märsche zur Arbeitsstelle eingerechnet (…).“
Zitate aus: Seger, Gerhart: Oranienburg. Erster authentischer Bericht eines aus dem Konzentrationslager Geflüchteten. Karlsbad 1934 (Volltext).
Der Aufenthalt der Häftlinge im KZ Oranienburg war geprägt durch einen gleichförmigen Tagesablauf und der Unterwerfung unter die Befehlsgewalt der SA.
Die Appelle auf dem Hof und die Arbeitseinsätze füllten den größten Teil des Tages aus. Die Kontrolle der SA war schrankenlos, der einzelne Häftling besaß keinerlei Rechte. Die Lebensbedingungen im Lager waren schlecht, die Versorgung mit Essen und Kleidung unzureichend. Die Häftlinge mussten verschiedene Arbeiten im Lager verrichten oder wurden einem der Außenkommandos zugeteilt. Mehr erfahren…