Die politischen Häftlinge des Konzentrationslagers Oranienburg

Der Reichstagsbrand am Abend des 27. Februar 1933 gab den Nationalsozialisten Gelegenheit, die entscheidenden Maßnahmen zur Errichtung einer Diktatur in Deutschland einzuleiten. Die nationalsozialistische Propaganda stellte die angebliche Brandstiftung der kommunistischen Abgeordneten Torgler und Koenen als Auftakt zu einem kommunistischen Staatsstreich, der von zahlreichen Sozialdemokraten unterstützt werde, dar. Adolf Hitler konnte am Folgetag des Brandes den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg zur Unterschrift einer Notverordnung zur »Abwehr kommunistischer staatsgefährdender Gewaltakte« bewegen. Diese setzte die wichtigsten demokratischen Grundrechte außer Kraft und galt als Reichstagsbrandverordnung bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges 1945.*

Impressum

* Mit dankenswerter Genehmigung durch die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten entnommen aus: Gegen das Vergessen. Häftlingsalltag im KZ Sachsenhausen 1936-1945, CD-ROM, Systema 2004.