Die politischen Häftlinge des Konzentrationslagers Oranienburg

Nach der Zerschlagung der Gewerkschaften wurde die arbeitende Bevölkerung in der Pseudogewerkschaft DAF organisiert. Die DAF war mit ca. 23 Mio. Mitgliedern (1938) die größte Massenorganisation im „Dritten Reich“ und war als Verband der NSDAP angegliedert. An der Spitze stand der Reichsleiter Robert Ley. Die Tarifautonomie der Arbeitnehmer und -geber wurde durch das Gesetz über die Einsetzung staatlicher Treuhänder der Arbeit vom 19. April 1933 sowie dem Arbeitsordnungsgesetz vom 20. Januar 1934 aufgehoben. Auf Grund des hohen Organisationsgrads war die DAF ein wichtiger Faktor der deutschen Wirtschaft. Über die Freizeitorganisation „Kraft durch Freude“ (KdF) übte die DAF erheblichen Einfluss auf das Privatleben ihrer Mitglieder aus.

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* Mit dankenswerter Genehmigung durch die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten entnommen aus: Gegen das Vergessen. Häftlingsalltag im KZ Sachsenhausen 1936-1945, CD-ROM, Systema 2004.