Die politischen Häftlinge des Konzentrationslagers Oranienburg
25. Juli 1889 - 6. Februar 1974

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Bericht von Alwin Brandes zur Widerstandsarbeit von Paul Lehmann.
Quelle: LA Berlin, C Rep. 118-01, Nr. 13482.

Bericht von Alwin Brandes zur Widerstandsarbeit von Paul Lehmann. Quelle: LA Berlin, C Rep. 118-01, Nr. 13482.

Von Siegfried Mielke

Im Geschäftsbericht der Verwaltungsstelle Rathenow des Deutschen Metallarbeiterverbandes (DMV) von 1932, der Anfang 1933 erschien, charakterisiert Paul Lehmann das Jahr 1932 als ein „äußerst sorgenvolles Jahr für die deutsche Arbeiterschaft [...], in welchem die Reaktion in ganz brutaler Weise gegen die arbeitende Bevölkerung vorging1“. Im Mittelpunkt von Paul Lehmanns Kritik stehen die Notverordnungspolitik der Präsidialkabinette, die den Unternehmern „auf Kosten der Arbeiter Riesengeschenke zur Stärkung ihres Profits“ sicherten und die Lohn- und Tarifpolitik der Arbeitgeber2. Nicht ohne Optimismus für die zukünftige Entwicklung fordert Lehmann die Arbeitgeber auf, zu erkennen, dass „die Arbeiterschaft nicht unbegrenzt unterjocht werden kann3“. Als Beleg für seine Einschätzung führt er die vergleichsweise erfolgreiche Tarifpolitik in Rathenow an. Sein Resümee für die Gewerkschaftspolitik klang eher optimistisch: „Die Gewerkschaften haben aber vereint mit der Sozialdemokratischen Partei alle Kräfte aufgebracht und dem verhängnisvollen Treiben der Regierung von Papen und deren Hintermänner im Lager der Arbeitgeber Einhalt geboten. Der Kampf der freien Gewerkschaften gegen den rigorosen Eingriff in das Tarifvertragsrecht hatte vollen Erfolg gehabt. Die Regierung von Papen wurde zum Rücktritt gezwungen. Die neue Regierung von Schleicher gab dem Druck der Gewerkschaften nach und beugte sich dem Willen der Volksvertretung im Reichstag. Die sozialpolitischen Bestimmungen der Notverordnungen vom 5. September [1932] wurden aufgehoben, wodurch das volle Tarifrecht wiederhergestellt wurde4.“ Die nationalsozialistische Gefahr wurde von Paul Lehmann offensichtlich unterschätzt und nur am Rande erwähnt.
Paul Friedrich Lehmann wurde am 25. Juli 1889 in Berlin als Sohn eines Arbeiters geboren. Nach Beendigung der Gemeindeschule (Volksschule) konnte Paul Lehmann mit Hilfe eines Stipendiums die Realschule besuchen, absolvierte eine kaufmännische Lehre und arbeitete „kaufmännisch und gewerblich“ in verschiedenen Betrieben der Berliner Metallindustrie5. Die politische Sozialisation durch das Elternhaus scheint eher gering gewesen zu sein. Denn in dem Fragebogen von 1947 gibt Paul Lehmann an, nicht zu wissen, ob seine Eltern gewerkschaftlich und politisch organisiert waren, da beide früh verstarben. Als Erklärung für sein gewerkschaftliches und politisches Engagement gibt er 1947 an: „Von frühester Jugend an erkannte ich die Nöte und Leiden der proletarischen Klasse, daher schloß ich mich mit 17 Jahren der freien Gewerkschaftsbewegung“ und ein Jahr später der SPD an6. Nach Angaben im Lebenslauf von 1947 besuchte er neben seiner beruflichen Tätigkeit „Abendkurse verschiedener Hochschulen7“. Gemeint ist offensichtlich die „Freie Hochschule für Proletarier“, die jedoch bereits im November 1919 in „Räteschule der Groß-Berliner Arbeiterschaft“ umbenannt worden war. Ziel dieser Hochschule war die „Schulung der Arbeiter- und Betriebsräte sowie der Parteifunktionäre (aller Richtungen) für den Aufbau einer sozialistischen Wirtschaftsordnung mit der dazugehörigen Vermittlung des nötigen Fach- und Allgemeinwissens8“. Paul Lehmann erlangte die „Reife zur Absolvierung eines Studiums“, studierte zwei Semester Jura, „um anschließend für die werktätige Bevölkerung als Arbeitersekretär tätig sein zu können9“.
Die Funktion als Arbeitersekretär übte er von 1921 bis September 1923 in Landeshut (Oberschlesien) aus. Neben dieser Tätigkeit leitete er gleichzeitig kommissarisch das Wohnungsamt in Landeshut und engagierte sich politisch als Stadtverordneter für die SPD. Ab dem 1. Oktober 1923 fungierte er dort als DMV-Sekretär. 1924 erfolgte der Ortswechsel nach Rathenow. Folgt man den Geschäftsberichten der DMV-Ortsverwaltung, dann stellte die Lohn- und Tarifpolitik das zentrale Handlungs- und Tätigkeitsfeld von Lehmann dar, das weit mehr als die Hälfte der Geschäftsberichte der Verwaltungsstelle ausfüllt. In Einzelfällen gelang es der Verwaltungsstelle, geplante Entlassungen aufzuheben und „Angriffe der Unternehmen gegen Lohn- und Tarifbestimmungen“ abzuwehren10. Der Hinweis im gleichen Geschäftsbericht, dass Schwierigkeiten immer nur da entstanden, „wo die KPD mit ihrer RGO ihr verwerfliches arbeiterfeindliches Spiel treiben konnte11“ belegt, dass auch in Rathenow die kommunistischen Gewerkschafter den Deutschen Metallarbeiterverband nur zum Teil verlassen hatten oder ausgeschlossen worden waren und die Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Richtungen der Gewerkschaftsbewegung sich gegen Ende der Weimarer Republik erheblich verschärft hatten. Ein Teil der kommunistischen Gewerkschafter gehörte 1932 noch dem DMV an, denn in der Generalversammlung am 13. Januar 1932 wurde Otto Weber (KPD) zusammen mit neun weiteren kommunistischen Gewerkschaftern als ehrenamtliche Verwaltungsstellenmitglieder vorgeschlagen, jedoch nicht gewählt. Wie sein Vorgänger Paul Szillat engagierte sich auch Paul Lehmann in der gewerkschaftlichen Bildungspolitik und leitete selbst Kurse zu Themen wie Arbeitsrecht und Arbeitsgerichtsbarkeit. Vermutlich auf Grund der Politik der DMV-Zentrale, weniger aus eigener Erkenntnis der führenden Funktionäre der DMV-Verwaltungsstelle Rathenow, gehen die Geschäftsberichte Ende der 20er Jahre stärker auf die Frauen- und Jugendpolitik ein. Wegen der wachsenden Bedeutung der Frauen im DMV wurde eine Frauenagitationsgruppe gewählt, die „in gemeinsamer Arbeit mit der Verwaltung gemäß den Richtlinien des [DMV-]Vorstandes Versammlungen und Werbeabende“ anbot12. Mit einem ehrenamtlichen Mitglied, der Arbeiterin Martha Sens, in der 13-köpfigen DMV-Ortsverwaltung besaßen die Frauen, die 1931 immerhin 20 Prozent der Mitglieder stellten, ein Prozentsatz der 1932 auf zirka 12,5 Prozent fiel, jedoch wenig Einfluss.
1927 verzeichnet das Handbuch des Vereins Arbeiterpresse Paul Lehmann auch als Vorsitzenden des ADGB-Ortsausschusses von Rathenow. 1928 wählte ihn die Generalversammlung des DMV in Rathenow in einer Kampfabstimmung mit 210 gegen 79 Stimmen als Nachfolger von Paul Szillat zum Ersten Bevollmächtigten des DMV. Sein Gegenkandidat war der kommunistische Gewerkschafter Otto Weber. In den folgenden Jahren wurde Paul Lehmann bis zur Zerschlagung der Gewerkschaften 1933 in seiner Funktion als Bevollmächtigter auf den jährlichen Generalversammlungen stets wieder gewählt. Als Bevollmächtigter des DMV, das heißt der Organisation, die in Rathenow von der Anzahl der Mitglieder eindeutig den Ortsausschuss des ADGB dominierte, besaß Paul Lehmann auch nach Abgabe der Funktion des ADGB-Ortsausschussvorsitzes weiterhin Einfluss auf den ADGB, zumal sein Nachfolger als Vorsitzender des ADGB-Ortsausschusses der DMV-Funktionär Walter Schulze wurde.
Da das Arbeitersekretariat der freien Gewerkschaften Rathenows vom DMV mitverwaltet wurde, übte Paul Lehmann mit seinem Stellvertreter Peter Ames gleichzeitig die Funktion eines Arbeitersekretärs aus. Zu seinen Aufgaben in dieser Funktion gehörte in erster Linie die Beratung von Gewerkschaftsmitgliedern des ADGB in Versicherungs-, Lohn- und Gehaltsfragen, aber auch bei bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten. Neben seiner Tätigkeit als Erster Bevollmächtigter und Arbeitersekretär engagierte sich Paul Lehmann ferner als Arbeitsrichter beim Landesarbeitsgericht Brandenburg mit Sitz in Berlin und als Mitglied im Geschäftsführenden Ausschuss des Arbeitsamtes in Rathenow. Daneben leitete der Multifunktionär Lehmann auch noch das Gewerkschaftshaus in Rathenow. Alle diese Funktionen verlor er 1933 mit der Zerschlagung der freien Gewerkschaften.
Das erste Mal wurde Paul Lehmann im Mai 1933 wegen seiner „illegalen Betätigung gegen den Faschismus von der SS in Rathenow verhaftet und in das Stadtgefängnis eingeliefert13“. Nach Darstellung von Walter Schulze, dem letzten Vorsitzenden des ADGB-Ortsausschusses in Rathenow, wurde Lehmann am 27. Juni 1933 „wegen seines Widerstandes gegen den Nazismus nach Oranienburg (Konzentrationslager) abtransportiert14“, wo er die Häftlingsnummer 162 erhielt. Nach eigenen Angaben, die von Walter Schulze bestätigt wurden, blieb Lehmann bis Oktober 1933 im KZ Oranienburg inhaftiert; nach Angaben der Gedenkstätte Sachsenhausen erfolgte seine Entlassung am 12. August 1933. Nach seiner Entlassung wurde er unter Polizeiaufsicht gestellt und sein gesamtes Vermögen beschlagnahmt. Die SS zwang ihn, Rathenow zu verlassen und sperrte seine Arbeitslosenunterstützung. Seine Kinder, die zum Teil noch in der Berufsausbildung waren, wurden entlassen, weil sie vor 1933 der Sozialistischen Arbeiterjugend angehört hatten. Mit geliehenen Geldern seiner „politischen Gesinnungsfreunde“ und mit Unterstützung seiner Mutter konnte er in Vogelsdorf, Kreis Niederbarnim, ein kleines Gemischtwarengeschäft eröffnen und somit seinen Lebensunterhalt sichern. Auf Grund seiner Weigerung, sich der Deutschen Arbeitsfront oder einer anderen Gliederung der NSDAP anzuschließen, und weil Paul Lehmann illegaler Tätigkeit gegen den Nationalsozialismus verdächtigt wurde, veranlasste die NSDAP-Ortsgruppe in Vogelsdorf die Schließung seines Geschäftes. Die Angaben hinsichtlich der Schließung des Geschäftes differieren zwischen Mai 1941 und 1943. Im August 1943 wurde Lehmann erneut von der Gestapo verhaftet und bis Oktober 1943 im Gestapo-Gefängnis in Potsdam inhaftiert. Nach eigenen Angaben, die von Walter Schulze und Alwin Brandes, dem letzten Vorsitzenden des Deutschen Metallarbeiterverbandes, bestätigt wurden, beteiligte sich Lehmann auch in Vogelsdorf an illegalen Aktivitäten gegen den Nationalsozialismus. So heißt es in einem „Zeugnis“, das Alwin Brandes Paul Lehmann für die NS-Zeit am 23. März 1947 ausstellte: „In dieser Zeit traf ich oft mit ihm zusammen, um mit ihm über illegale politische und gewerkschaftliche Maßnahmen zum Sturz des Nazi-Regimes zu verhandeln. Von seiner antifaschistischen Gesinnung konnte ich mich dauernd überzeugen15.“
Nach 1945 schloss sich Paul Lehmann der SPD, später der SED und dem FDGB an, konnte oder wollte aber in diesen Organisationen keine Karriere machen. Im Mai 1945 war er zunächst vom Sowjetischen Kommandanten als Bürgermeister in Vogelsdorf eingesetzt worden, wechselte jedoch bereits im Herbst 1945 als Referent in die Zentralverwaltung Verkehr. Die Begründung der Entlassung von Paul Lehmann, die die Generaldirektion Kraftverkehr und Straßenwesen in einem Schreiben vom 14. Februar 1953 an die Abteilung Arbeit/Opfer des Faschismus beim Magistrat von Groß-Berlin gab, erscheint wenig überzeugend: „Infolge der Demokratisierung des gesamten Staatsapparates und der damit verbundenen Einsparungsmaßnahmen sehen wir uns leider gezwungen, den Kollegen Lehmann, OdF-Mitglied, zu entlassen16.“ Es waren offensichtlich kritische Äußerungen zur Gesellschaftsordnung der Sowjetischen Besatzungszone beziehungsweise der DDR, die zu seiner Entlassung führten. Fachliche Mängel können wohl kaum vorgelegen haben, denn Paul Lehmann erhielt bereits im März 1953 eine Stelle als Oberreferent der Abteilung Arbeit bei der Hauptverwaltung Lok- und Waggonbau beim Maschinenbauministerium. Aber auch diese Stelle behielt Lehmann nur ein Jahr. Ein Vermerk der Kaderabteilung des Ministeriums weist auf „einige Unklarheiten“ hin, „welche aufgrund seiner Beschäftigung im Staatsapparat einer unbedingten Klärung bedürfen17“. Auslöser für die folgende Überprüfung der Personalakte und Bespitzelung von Paul Lehmann war wohl der Hinweis eines Staatsanwaltes, dem Lehmann auf Grund einer Aussage als Zeuge in einem Prozess als „übler Zeitgenosse“ aufgefallen war18. Am 6. August 1954 bat daraufhin das Ministerium für Maschinenbau in einem Schreiben an den Magistrat von Groß-Berlin, der Entlassung des schwer beschädigten Paul Lehmann zuzustimmen, da dieser „nicht der notwendigen Aufgabenstellung“ entspräche19. Der Hauptgrund für die zweite Entlassung ist sicherlich in folgender Aussage zu finden: „bei der Durchsicht seines Schreibtisches [!] [wurden] Bücher der Jahrgänge 1928, 1929 und 1931 vorgefunden, deren Inhalt keinesfalls für unsere sozialistische Wirtschaftsführung anwendbar sind, sondern angetan sind, schwerwiegende Verwirrung bei unseren Mitarbeitern und den Werktätigen hervorzurufen20.“ Bei den Büchern handelte es sich vermutlich um die Geschäftsberichte der DMV-Ortsgruppe in Rathenow, die Lehmann als Erster Bevollmächtigter verfasste, und in denen er sich unter anderem auch sehr kritisch mit der KPD-Politik und der Revolutionären Gewerkschafts-Opposition (RGO) auseinander gesetzt hatte. Da der Magistrat und die Betriebsgewerkschaftsleitung der Entlassung zustimmten, verlor Paul Lehmann seine Stelle als Oberreferent und musste am 18. Dezember 1954 aus dem Ministerium ausscheiden. Da er zu diesem Zeitpunkt bereits 65 Jahre alt war, ist zu vermuten, dass er keine weitere Stellung mehr erhielt. Die OdF-Akte enthält keinerlei Hinweise auf ein gewerkschaftliches oder parteipolitisches Engagement in den folgenden Jahren.
Paul Lehmann starb am 6. Februar 1974 in Berlin im Alter von fast 85 Jahren. Seine Ehefrau war bereits am 2. September 1972 gestorben. Als Erbin setzte er eine Nachbarin ein und nicht seine vermutlich in der Bundesrepublik wohnenden drei Kinder.

1 DMV-Geschäftsbericht 1932, S. 3. 

2 Ebd. 

3 Ebd., S. 4. 

4 Ebd. 

5 Fragebogen vom 17.3.1947, LA Berlin, Rep. 118, Nr. 13482. 

6 Lebenslauf zum Fragebogen, ebd. 

7 Ebd. 

8 Adler, S. 140. 

9 Ebd. 

10 DMV-Geschäftsbericht 1932, S. 4. 

11 ebd. 

12 Ebd., S. 34. 

13 Erklärung Walter Schulze 1950, LA Berlin, C Rep. 118-01, Nr. 13482. 

14 Ebd. 

15 Ebd. 

16 Ebd. 

17 Ebd. 

18 Ebd. 

19 Ebd. 

20 Ebd. 

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Quellen:

  • AS, Liste KZ Oranienburg, S. 62.
  • Geschäftsberichte 1924-1930, 1932, hrsg. von der DMV-Verwaltungsstelle Rathenow, o. O., o. J.
  • Geschäftsbericht 1929, hrsg. vom ADGB-Ortsausschuß Rathenow, o. O., o. J.
  • Handbuch des Vereins Arbeiterpresse, hrsg. vom Vorstand des Vereins Arbeiterpresse, Berlin 1927, S. 525.
  • LA Berlin, C Rep. 118-01, Nr. 13482 (OdF-Akte Paul Lehmann).
  • Protokoll des 20. Ordentlichen Verbandstages des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes in Dortmund. Abgehalten vom 22. bis 25. August 1932 in der Westfalen-Halle in Dortmund, hrsg. vom Deutschem Metallarbeiterverband, Berlin, o. J.
  • Adler, Reinhard: Der Aufbruch der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit nach 1918, Münster 1996.

Soziale/Regionale Herkunft: Berlin; Sohn eines Arbeiters

Ausbildung/Berufstätigkeit: Kaufmännische Lehre; Arbeitete „kaufmännisch und gewerblich“ in verschiedenen Betrieben der Berliner Metallindustrie; Jura-Studium (2 Semester)

Mitgliedschaft und Funktionen in der Gewerkschaftsbewegung: 1921 bis September 1923: Arbeitersekräter in Landeshut (Oberschlesien); Ab Oktober 1923: DMV-Sekretär; Wechsel nach Rathenow; Vorsitzenden des ADGB-Ortsausschusses von Rathenow; 1928 - 1933: Erster Bevollmächtigter des DMV

Parteizugehörigkeit/-funktionen, politische Vorfeldorganisationen: SPD

Politische Mandate/Aktivitäten: Stadtverordneter für die SPD in Landshut

Widerstandsaktivitäten: Kontakt zur Gruppe um Alwin Brandes

Haft in Konzentrationslagern/ Zuchthäusern/Gefängnissen: Mai 1933: Stadtgefägnis Rathenow; 27. Juni 1933 - August/Oktober 1933: KZ Oranienburg (Häftlingsnummer 162); August 1943 - Oktober 1943: Gestapo-Gefängnis in Potsdam

Politisches und gewerkschaftliches Engagement nach 1945: Mitglied der SPD, später der SED und dem FDGB; Mai 1945: Bürgermeister in Vogelsdorf; März 1953 - 6. August 1954: Stelle als Oberreferent der Abteilung Arbeit bei der Hauptverwaltung Lok- und Waggonbau beim Maschinenbauministerium

Erinnerungskultur/Ehrungen: nicht bekannt

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