Die politischen Häftlinge des Konzentrationslagers Oranienburg
19. Januar 1872 - ?

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Der aus Göttingen stammende Studienrat Wilhelm Wepner unterrichtete 30 Jahre lang an der Höheren Mädchenschule in Rathenow und war unter anderem im Zentrum parteipolitisch aktiv. Trotz seiner eher konservativen Einstellung wurde er im Juni 1933 mit 61 Jahren, gesundheitlich angeschlagen, in das Konzentrationslager Oranienburg eingeliefert. Anders als die meisten Häftlinge erfuhr er dort eine schonende Behandlung. Nach der Rückkehr aus der dreiwöchigen Haft ging er in den Ruhestand.

Von Julia Pietsch

1872 – 1903: Werdegang und Ausbildung eines Lehrers
Gerhard August Wilhelm Wepner kam am 19. Januar 1872 als Sohn von Johann Georg Heinrich Wepner und seiner Frau Karolin Wilhelmina Wepner, geborene Vogeler, in Göttingen zur Welt. Sein Vater arbeitete wie schon sein Großvater als Schuhmachermeister. Seit mehreren Generationen in Göttingen ansässig, folgte die Familie Wepner dem evangelisch-lutherischen Bekenntnis und war der Hannoverschen Landeskirche verbunden; diese Bindung hielt Wilhelm Wepner auch aufrecht, nachdem er aus seiner Heimat wegzog1.
Die Ausbildungszeit des jungen Handwerkersohnes war durch viele Wechsel und Umzüge gekennzeichnet und verschlug ihn erst mit 31 Jahren an einen Ort, an dem er sesshaft wurde. Wepner besuchte als Junge die Mittelschule in Göttingen. Er entschied sich für eine Beamtenlaufbahn und erhielt seine Fachbildung als Lehrer im königlichen Seminar in Osnabrück. Nachdem er im September 1892 dort nach dreijährigem Kursus die erste Lehramtsprüfung abgelegt hatte, unterrichtete er als provisorisch angestellter Lehrer in den ostfriesischen Städten Wiesens und Großefehn, bevor er im Mai 1895 nach Göttingen zurückkehrte und an der dortigen Zentralschule eine einjährige Lehrervertretung absolvierte. Zur gleichen Zeit besuchte er in Göttingen die Universität und hörte verschiedene Vorlesungen; später ließ er sich zeitweise vollkommen vom Schuldienst befreien, um sich dem wissenschaftlichen Arbeiten und der Fortbildung zu widmen, nachdem er im Juni 1896 die zweite Lehramtsprüfung bestanden hatte.
Nach einem eineinhalbjährigen Schuldienst in Kassel verschlug es ihn 1898 in das nahe gelegene Melsungen, wo er an der höheren Privatschule ein Jahr lang unterrichtete. In Melsungen lernte er als 26-Jähriger die Tochter des dortigen Rektors und Ortsschulinspektors, Martha, kennen, mit der er sich bald darauf verlobte. Die beiden zogen nach Beendigung des Schuldienstes in Melsungen ins südlich von Berlin gelegene Luckenwalde, wo Wepner seine nächste Anstellung als Lehrer für zwei Jahre antrat; dort legte er die Prüfung als Mittelschullehrer ab. Nach einer letzten Kurzanstellung in Fürstenwalde ließ sich Wilhelm Wepner mit Martha, die er am 3. Oktober 1901 geheiratet hatte, im Jahre 1903 endgültig westlich von Berlin, in Rathenow nieder2. Fast genau ein Jahr nach der Hochzeit, am 6. Oktober 1902, war das erste Kind des Ehepaars Wepner, Rudolf, in Fürstenwalde geboren worden und sollte nun in Rathenow aufwachsen3.

1903 – 1932: Ankunft und Leben in Rathenow
Wilhelm Wepner erhielt in Rathenow eine Festanstellung als Lehrer an der dortigen Mädchen-Oberschule. Es ist möglich, dass seine baldige Beförderung durch einen glücklichen Umstand zustande kam, da die Schule, um sich in „Höhere Mädchenschule“ umbenennen zu können, einen gewissen Prozentsatz an Oberlehrern aufweisen musste. Vermutlich aus diesem Grunde wurde Wepner kurzerhand zusammen mit einer Kollegin in den Oberlehrerstand erhoben4. Wepners Anstellung an der Höheren Mädchenschule sollte 30 Jahre dauern, bis er 1933 in den Ruhestand versetzt wurde.
In seiner Schullaufbahn fiel Wepner nicht gerade durch moderne Methoden auf; als Absolvent des königlichen Seminars in Osnabrück war er eher ein Lehrer der „alten Schule“, der vor allem “Randfächer” unterrichtete. Sein bevorzugtes Fach scheint der Geschichtsunterricht gewesen zu sein, der oft als „lebendig5“ bezeichnet wurde und den er anscheinend so gestaltete, dass er mit seinen Schülerinnen mehrfach in Diskussionen eintrat, die in zwei oder drei Fällen Anlass zur Beschwerde seitens der Eltern waren6.
Neben seinem Engagement an der Schule betätigte sich Wepner in Rathenow auch auf anderen Gebieten. Er engagierte sich ehrenamtlich als Lehrer und Dozent der Volkshochschule Rathenow, der er ab 1920 auch als Direktor vorstand. Dort hielt er in seiner Laufbahn mehr als 100 wissenschaftliche Vorträge und verkürzte im Jahre 1924 sogar seine Pflichtstunden als Lehrer an der Höheren Mädchenschule, um sich der Volkshochschule intensiver widmen zu können7. Sein ältester Sohn – in Rathenow hatte Martha Wepner nach Rudolf auch eine Tochter, Gertrud, zur Welt gebracht – schloss im selben Jahr das Realgymnasium ab und ging zum Medizinstudium nach Göttingen, die Heimatstadt seines Vaters8.
Als traditionsorientierter Protestant war Wepner auch parteipolitisch engagiert. Er schloss sich in Rathenow der monarchiefreundlichen Konservativen Partei an und schrieb in diesem Rahmen auch mehrere Zeitungsartikel. Nachdem sich die Partei nach der Abdankung Wilhelms II und der Ausrufung der Weimarer Republik im Jahre 1918 aufgelöst hatte, trat Wepner, wie viele seiner Parteigenossen, der Deutschnationalen Volkspartei bei und wurde Vorsitzender der deutschnationalen Ortsgruppe. Bereits im darauf folgenden Jahr aber gab er, wie er betonte, aus beruflichen Gründen, seinen Vorsitz ab, und wurde stattdessen Angehöriger der katholischen Zentrumspartei, in der er sich trotz seines lutherisch-evangelischen Bekenntnisses (was zum Unverständnis einiger Einwohner Rathenows gereichte) lange Zeit engagierte9. Obwohl er wegen konfessionellen Harders mit der Brandenburgischen Landeskirche aus dieser ausgetreten war, blieb er weiterhin seiner Heimatkirche, der Hannoverschen Landeskirche, treu, war aber auch an einem überkonfessionellen Austausch interessiert, weswegen er den Katholikentag besuchte. Sein Engagement in der Zentrumspartei stand für ihn nicht im Gegensatz zu seiner Konfessionszugehörigkeit.
In seiner Funktion als Mitglied des Zentrums, zu dessen zweitem Vorsitzenden er während seiner Parteilaufbahn avancierte, schloss sich Wepner dem Reichsbanner an. Dies wurde vor allem in konservativen und später in nationalsozialistischen Kreisen beargwöhnt und erschien vielen wie ein Gesinnungswandel Wepners. Dieser verteidigte seine Mitgliedschaft im Reichsbanner später vor der NSDAP als reine Parteimaßnahme; er sei als Zentrumsmitglied zur Beobachtung des Reichsbanners abbestellt worden10.

Privat führte Wepner mit seiner Frau Martha und den beiden Kindern in Rathenow ein relativ ruhiges Leben. Nachdem die Familie zwischen 1904 und 1906 jährlich die Wohnung gewechselt hatte, zog sie 1907 für fünf Jahre in die Rathenower Jägerstraße. Im Jahre 1913 schließlich erwarb Wepner ein Einfamilienhaus in der Hobrechtstraße 611. Während des Ersten Weltkrieges gehörte er dem Landsturm 1. Aufgebots an, einer Reservearmee, und war nicht in Kampfhandlungen verwickelt; im Jahre 1917 wurde er aus unbekannten Gründen als dauerhaft untauglich eingestuft12. So konnte der Lehrer bei seiner Familie im Eigenheim bleiben, wo er bis zu seinem Wegzug aus Rathenow wohnte; auch Ende der 1920er Jahre noch waren selbst die Kinder – Gertrud ohne Beruf, Rudolf als Mediziner – bei den Eltern wohnhaft im Adressbuch eingetragen. Obwohl Rudolf Wepner zum Medizinstudium nach Göttingen gegangen war, verbrachte er seine klinischen Semester unter anderem in Berlin, unweit des Wohnortes seiner Eltern, und erhielt am 1. Juli 1930 die Approbation als Arzt. Seine Dissertation, die er Ende desselben Jahres an der medizinischen Fakultät der Universität Göttingen vorlegte, widmete er seinen Eltern Wilhelm und Martha Wepner, „in Dankbarkeit13“.
Zusätzlich zu seinem beruflichen, parteipolitischen und ehrenamtlichen Engagement war Wilhelm Wepner Anfang der 1920er Jahre zum Studienrat befördert worden. Anfang der 1930er Jahre war er beinahe 60 Jahre alt und hatte bereits eine fast 40-jährige Lehrerlaufbahn, ein über 20 Jahre andauerndes Parteiengagement und ein mehr als zehnjähriges ehrenamtliches Engagement an der Volkshochschule hinter sich. Er war in Rathenow als wortreicher Lehrer der alten Schule bekannt und galt als beliebt.

1933: Verschärfung der Lage
Das Jahr 1933 sollte für Wilhelm Wepner ein schwieriges Jahr werden. Am 27. Februar 1933, etwa einen Monat nachdem Hitler zum Reichskanzler ernannt worden war und am Vorabend des Reichstagsbrands, wandte sich ein ehemaliger Major mit einem Brief an den Reichskommissar für das Preussische Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung und beschwerte sich über den Lehrer Wepner „im Namen der nationalen Elternschaft“. Seine Vorwürfe, die er in mehreren nachfolgenden Briefen ausführte, bezogen sich zunächst auf Wepners Eignung als Lehrer. Der falschen Behauptung, Wepner sei erst nach der „sogenannten Revolution“ von 1918 in den Schuldienst gegangen und daher ungeeignet als „nationaler Lehrer“, lagen ähnliche Prämissen zugrunde, wie sie im April des Jahres 1933 im nationalsozialistischen „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ etabliert wurden, das darauf zielte, jüdische sowie in der Weimarer Republik eingesetzte Lehrer zu diskreditieren. Auch Wilhelm Wepner musste einen „Fragebogen zur Durchführung des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ ausfüllen, in dem er unter anderem seine „arische“ Abkunft beweisen musste14.
Ein weiterer Vorwurf, der Wepner in dem Beschwerdebrief gemacht wurde, war, dass er nicht geeignet sei für eine „Erziehung im vaterländischen Sinne“. Als Beweis wurde eine Aussage Wepners angeführt, in der er eingeräumt habe, dass die Deutschen den Polen in der Vergangenheit Unrecht getan hätten; Wepner wurde deshalb der Geschichtsfälschung bezichtigt. Gegenstand der Beschwerde waren außerdem Wepners Engagement bei der Zentrumspartei, seine Angehörigkeit zum Reichsbanner, sein Kirchenaustritt und seine Herkunft – als „Hannoveraner und Welfe“ sei Wepner „naturgemäß“ ein „Preußenhasser15“.
Die Vorwürfe blieben zunächst unbeachtet, zumal der Direktor von Wepners Schule, Herr Bremer, für den Lehrer Stellung bezog. Eine weitere Beschwerde des nationalsozialistischen Lehrerbundes aber, der ähnliche Vorwürfe anbrachte, verschärfte die Situation. Den Anschuldigungen wurde nun Glauben geschenkt, zumal der Adressat der Beschwerde, Oberbürgermeister Lindner, durch den stellvertretenden Bürgermeister Raeth, der Wepner nicht kannte, vertreten wurde; dieser schloss sich bereitwillig den Anschuldigungen an. Nun als SPD-naher, staatsfeindlicher und „national unzuverlässiger“ Zentrumsmann, der sich seinen Lehrerposten erschlichen habe, geltend, fiel Wepner unter die Kategorie der politischen Gegner, die das nationalsozialistische Regime bereits verfolgte. Hinzu kam, dass sich der erste Vorsitzende der Zentrumspartei offenbar bei der SA missliebig gemacht hatte und sich wegen dessen Abwesenheit die Rachegelüste der SA auf Wepner als zweiten Vorsitzenden übertrugen16.
Im April 1933 diagnostizierte Wepners Arzt Lungen- und Herzprobleme bei gleichzeitigem Bluthochdruck und ordnete eine mehrwöchige Behandlung bei absoluter Schonung an, so dass Wepner für mehrere Wochen aus dem Schuldienst ausschied. Erst Ende Mai konnte der Lehrer wieder an die Schule zurückkehren. Als der Arzt Ende Juni auf Wunsch Martha Wepners ein weiteres Attest ausstellte, in dem er vor körperlicher Anstrengung und seelischer Aufregung für seinen Patienten warnte, befand sich Wilhelm Wepner bereits im Konzentrationslager Oranienburg17.

Verhaftung und Überführung ins Konzentrationslager
Anlässlich einer Massenverhaftung in Rathenow am 27. Juni 1933 wurde Wilhelm Wepner auf dem Schulhof der Höheren Mädchenschule nach der Pause vor den Augen seiner Schülerinnen festgenommen. Zusammen mit mehreren Dutzend anderen Rathenowern wurde er vor dem Transport in das Konzentrationslager Oranienburg in die Turnhalle des Lyzeums gesperrt, wo die meisten der Festgenommenen schwer misshandelt wurden. Dass auch der kranke Wepner Misshandlungen erdulden musste, ist nicht anzunehmen. Unter den Inhaftierten befand sich der Rathenower jüdische Prediger Max Abraham, der nach seiner Flucht in die Tschechoslowakei im Jahre 1934 seine Erlebnisse aus den KZ aufschrieb. In seinem Buch „Juda verrecke. Ein Rabbiner im Konzentrationslager“ erwähnte er auch Wepner, den er unter den Gefangenen in der Turnhalle erkannte18.
Im Konzentrationslager Oranienburg war Wilhelm Wepner unter allen Schutzhäftlingen offenbar das einzige Zentrumsmitglied. Im Gegensatz zu den meisten Inhaftierten, die oft der SPD oder der KPD angehörten, erlitt er keine der im Lager auf der Tagesordnung stehenden Misshandlungen. Er selber berichtete später, dass man ihn in Oranienburg schonend behandelt habe und der Sturmbannführer Schäfer ihm „allerlei Erleichterung“ habe zukommen lassen19. Diese „Sonderstellung“ beobachtete auch Gerhart Seger, der Wepner ebenfalls in seinem Bericht erwähnte, allerdings fälschlicherweise mit anderem Namen und Titel: „So ist z. B. längere Zeit der zweite Vorsitzende der Zentrumspartei aus Rathenow, ein Oberstudiendirektor Wittler, in Oranienburg festgehalten worden, er brauchte aber nicht zu arbeiten und es ist ihm auch sonst nichts geschehen20.“
Die verhältnismäßig gute Behandlung hatte Wepner anscheinend einem Brief des Generalsekretariats der Zentrumspartei zu verdanken, in dem dieses das Geheime Staatspolizeiamt um Schonung bat. Auch Martha Wepner unternahm mit mehreren Briefen den Versuch, den Regierungspräsidenten in Berlin und das Gestapa auf den schlechten Gesundheitszustand ihres Mannes aufmerksam zu machen und die „Unschuld“ ihres Mannes zu beweisen, der wegen falscher Annahmen im KZ säße21.
Wepner wurde nach dreiwöchiger Haft am 19. Juli 1933 wieder aus dem Konzentrationslager Oranienburg entlassen und durfte zusammen mit anderen Rathenower Schutzhäftlingen, meist SPD-Parteimitgliedern, wieder nach Hause zurückkehren. Die Gestapo räumte ein, ein „Missverständnis“ habe zu seiner Inhaftierung geführt. Wepner selber versuchte später noch, in einer Gegendarstellung die Vorwürfe gegen ihn auszuräumen. Er betonte, ihn trenne alles von „marxistischen Kreisen“. Den Schuldienst nahm Wepner, durch die Haft zusätzlich geschwächt, nicht mehr auf.

Rückzug in den Ruhestand
Die Schulabteilung beim Oberpräsidenten für Berlin und Brandenburg beschloss nach Wepners Rückkehr aus dem Konzentrationslager, dieser dürfe nicht weiter unterrichten und solle in den Ruhestand versetzt werden. Dieser Vorschlag deckte sich mit Wepners Vorstellungen, der nicht wieder an die Schule zurückkehren wollte, in der er vor den Augen seiner Schülerinnen verhaftet worden war. Zusätzlich war sein Gesundheitszustand derart, dass Wepner um eine Beurlaubung bat, um zur Kur zu gehen. Nach Ablauf der daraufhin bewilligten Beurlaubungszeit wurde er zum 1. November 1933 in den Ruhestand versetzt. Nachdem man kurz erwägt hatte, seine Pension zu schmälern, indem man ihm die Beförderung zum Oberlehrer von 1907 wieder aberkannte, da er die Stelle nicht wegen seiner Befähigung, sondern aus Zufall bekommen hätte, sah man dann doch von weiteren Schikanen ab und bewilligte Wepner seine Pension22.
Wie Wilhelm Wepner seinen Ruhestand verbrachte, ist nicht bekannt, ebenso wenig, ob und in welche Richtung er sich nach seinem KZ-Aufenthalt politisch betätigte. Im Jahre 1935 wohnte Familie Wepner, die 30 Jahre lang in Rathenow gelebt hatte, nicht mehr im Ort, weder in der Hobrechtstraße 6, noch woanders23. Wohin und wann Wepners verzogen sind, ist unbekannt.

1 Vgl. Personalblatt, in: Personalakte des Lehrers Wilhelm Wepner, BLHA, Rep. 34 Pers. W 130. 

2 Vgl. Handschriftlicher Lebenslauf Wepners, ebd. 

3 Vgl. kurzer Lebenslauf Rudolf Wepners, in: ders.: Über isolierte Endokartitis der Pulmonalis, Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der Hohen Medizinischen Fakultät der Georg-August-Universität zu Göttingen, Göttingen 1930. 

4 Vgl. Personalakte Wilhelm Wepner. 

5 Gutachten des Oberschulrats vom 26. Oktober 1929, in: Personalakte Wilhelm Wepner. 

6 Vgl. Auskunft des Direktors Bremer vom 20. Mai 1933, in: Personalakte Wilhelm Wepner. 

7 Vgl. Brief von Wepner an das Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Fortbildung vom 11. März 1924, in: Personalakte Wilhelm Wepner. 

8 Vgl. kurzer Lebenslauf Rudolf Wepners. 

9 Vgl. Brief Wepners an den Oberpräsidenten von Berlin/Brandenburg, Schulabteilung bezüglich der gegen ihn erhobenen Vorwürfe vom 7. August 1933, in: Personalakte Wilhelm Wepner. 

10 Vgl. Erklärung Wepners zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen vom 20. August 1933, in: Personalakte Wilhelm Wepner. 

11 Vgl. Adressbuch für Rathenow sowie die Orte Neufriedrichsdorf und Neue Schleuse, 1904 – 1933, Kreis- und Verwaltungsarchiv des Landkreises Havelland. 

12 Vgl. Handschriftlicher Lebenslauf Wepners. 

13 Wepner, Rudolf: Über isolierte Endokartitis der Pulmonalis. 

14 Vgl. Fragebogen zur Durchführung des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums, in: Personalakte Wilhelm Wepner. 

15 Beschwerdebriefe von Curt Walter, in: Personalakte Wilhelm Wepner. 

16 Vermutung Wepners in einer Gegendarstellung, in: Personalakte Wilhelm Wepner. Er berichtet von einem Wachmann während des Transports nach Oranienburg, den er habe sagen hören: „So, einen vom Zentrum haben wir schon, aber der Richtige ist es eigentlich nicht.“ 

17 Vgl. Ärztliches Attest, in: Personalakte Wilhelm Wepner. 

18 Vgl. Abraham, Max: Juda verrecke. Ein Rabbiner im Konzentrationslager, in: Konzentrationslager Oranienburg. Augenzeugenberichte aus dem Jahre 1933, Verlag für Berlin-Brandenburg 2003, S. 117-167, hier: S. 128. 

19 Vgl. Erklärung Wepners zu gegen ihn erhobenen Vorwürfen vom 20. August 1933, in: Personalakte Wilhelm Wepner. 

20 Seger, Gerhart: Oranienburg. Erster authentischer Bericht eines aus dem Konzentrationslager geflüchteten, in: Konzentrationslager Oranienburg, S. 15-89, hier: S. 46. 

21 Vgl. Brief von Martha Wepner an den Regierungspräsidenten in Berlin vom 3. Juli 1933 und an das Gestapa vom 8. Juli 33, in: BLHA, Rep. 2 A I Pol., Nr. 1183, Bl. 361/62, 270/71. 

22 Vgl. Personalakte Wilhelm Wepner. 

23 Vgl. Adressbuch für Rathenow sowie die Orte Neufriedrichsdorf und Neue Schleuse, 1935.
 

Soziale/Regionale Herkunft: Sohn von Johann Georg Heinrich Wepner, Schuhmacher aus Göttingen und Karolin Wilhelmina Wepner, geb. Vogeler aus Melle: aufgewachsen in einer evangelisch-lutherischen Familie; bei der Verhaftung wohnhaft in Rathenow

Ausbildung/Berufstätigkeit: Lehrerausbildung im königlichen Seminar in Osnabrück, vor der festen Anstellung Lehrer in Ostfriesland, Göttingen, Kassel, Melsungen und Luckenwalde; feste Anstellung als Lehrer in Fürstenwalde und ab 1903 in Rathenow (Oberlehrer, Studienrat)

Mitgliedschaft und Funktionen in der Gewerkschaftsbewegung: nicht bekannt

Parteizugehörigkeit/-funktionen, politische Vorfeldorganisationen: Vor 1918 Konservative Partei, dann DNVP (Vorsitzender der Ortsgruppe) bis 1919, anschließend Zentrumspartei (2. Vorsitzender in Rathenow), Reichsbanner

Politische Mandate/Aktivitäten: keine

Widerstandsaktivitäten: keine

Haft in Konzentrationslagern/ Zuchthäusern/Gefängnissen: KZ Oranienburg (28. Juni 1933 – 19. Juli 1933)

Politisches und gewerkschaftliches Engagement nach 1945: nicht bekannt

Erinnerungskultur/Ehrungen: nicht bekannt

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