Die politischen Häftlinge des Konzentrationslagers Oranienburg

Das Konzentrationslager Quednau im damaligen Regierungsbezirk Königsberg/Preußen wurde im Frühjahr 1933 in einer Festung des Ortes eingerichtet. Das Wachpersonal stellten SA und Stahlhelm. Das KZ Quednau war ausschließlich für männliche NS-Gegner bestimmt und wurde vom Preußischen Innenministerium finanziert. Die Häftlinge mussten in Bunkern mit acht bis zwölf Menschen auf Stroh schlafen. Zu den besonders grausamen Foltermethoden gehörte, dass sie oft mehrere Stunden lang an Bäumen aufgehängt wurden. Über den Zeitpunkt der Auflösung des Lagers gibt es unterschiedliche Angaben. Vermutlich wurden die Häftlinge im August 1933 in das KZ Esterwegen überstellt. In der Literatur findet sich jedoch auch der Hinweis, im KZ Quednau seien noch im September 1933 47 Gefangene inhaftiert gewesen, die dann vor allem auf die Emslandlager „verteilt“ worden seien.

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* Mit dankenswerter Genehmigung durch die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten entnommen aus: Gegen das Vergessen. Häftlingsalltag im KZ Sachsenhausen 1936-1945, CD-ROM, Systema 2004.