Die politischen Häftlinge des Konzentrationslagers Oranienburg

Der aus dem Griechischen abgeleitete Begriff Euthanasie bedeutet eigentlich „Gnadentod“ für unheilbar Kranke. Das nationalsozialistische Euthanasieprogramm hingegen – im folgenden als Krankenmord bezeichnet – basierte auf der „Wissenschaft“ der Eugenik, welche „schlechtes Erbmaterial“ zu vernichten sucht. Der organisierte Krankenmord durch die Nationalsozialisten begann auf Befehl Hitlers am 1. September 1939. Aufgrund massiver Proteste insbesondere der Kirchen wurden die Ermordungen im August 1941 offiziell eingestellt, im Geheimen jedoch unter dem Decknamen „Aktion T 4“ vor allem an arbeitsunfähigen und „geisteskranken“ KZ-Häftlingen („Aktion 14 f 13“) weitergeführt. Bis zum Ende des NS-Regimes wurden bis zu 275 000 Personen durch das Euthanasieprogramm getötet, ferner zahlreiche Menschen zwangssterilisiert.

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* Mit dankenswerter Genehmigung durch die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten entnommen aus: Gegen das Vergessen. Häftlingsalltag im KZ Sachsenhausen 1936-1945, CD-ROM, Systema 2004.