Die politischen Häftlinge des Konzentrationslagers Oranienburg

Das KZ Flossenbürg (Oberpfalz), von der DESt als erstes Granitwerk zur Produktion für die vom Regime geplanten Bauprogramme ausgewählt, wurde im Mai 1938 gegründet. Die Häftlinge wurden im Steinbruch und beim Lageraufbau eingesetzt. Ab 1943 mussten sie zunehmend in der Rüstungsindustrie arbeiten. Aufgrund ständiger Demütigungen, Misshandlungen und schlechter Versorgung war die Produktivität jedoch mangelhaft. Während zunächst vorwiegend „Kriminelle“ in Flossenbürg inhaftiert waren, wurden ab 1940 zunehmend politische Häftlinge sowie sowjetische Kriegsgefangene und Gefangene aus den besetzten Ländern in das bayrische KZ eingeliefert.
Im Zuge der Räumung der Konzentrationslager in den östlichen Gebieten im Winter 1944 stieg die Zahl der Häftlinge in Flossenbürg im März 1945 auf mehr als 50000 an. Am 16. April 1945 wurde das KZ aufgelöst, die Häftlinge mussten in mehreren Gruppen Richtung Dachau marschieren. Die im Stammlager zurückgelassenen, schwer kranken Gefangenen wurden am 23. April von amerikanischen Truppen befreit. Insgesamt starben in Flossenbürg mindestens 30000 Menschen.

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* Mit dankenswerter Genehmigung durch die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten entnommen aus: Gegen das Vergessen. Häftlingsalltag im KZ Sachsenhausen 1936-1945, CD-ROM, Systema 2004.